Do, 24. Mai 2018

Unfall nur erfunden

17.12.2016 16:56

Scherzanruf: Mädchen löst Großeinsatz aus

Ein Hubschrauber, zwei Notärzte, drei Polizeistreifen sowie 40 Mitglieder von Feuerwehr und  Rotkreuz rückten Samstagmittag zu einer Massenkarambolage mit fünf Autos in Moosburg aus. Doch der Aufwand war vergebens: Ein Mädchen (11) hatte einen falschen Notruf abgesetzt, um den Großeinsatz beobachten zu können.

Kurz nach 11 Uhr meldete sich die Elfjährige telefonisch bei der Notrufzentrale und schilderte, wie es einen Verkehrsunfall beobachtet hatte. "Fünf Autos sind in Moosburg zusammengestoßen und mehrere Personen eingeklemmt", meldete das Kind der Rettungsleitstelle.

Logischerweise wurden sofort sämtliche Einsatzkräfte alarmiert. Unter ihnen auch der in Patergassen stationierte Rettungshubschrauber Alpin 1, der gerade am Flughafen Klagenfurt aufgetankt hatte.

"Wir starteten sofort einen Suchflug, doch es war weit und breit nichts zu sehen", so Flugretter Heimo Egartner: "Nach einer Zwischenlandung und einer weiteren ergebnislosen Bodensuche wurde der Einsatz abgebrochen."

Kurz darauf gelang es der Polizei, den Anruf zurückzuverfolgen und das Mädchen auszuforschen. "Als wir die Elfjährige antrafen, zeigte sie sich gleich kooperativ und gestand alles", so ein Polizist. Sie habe einfach nur sehen wollen, wie ein Rettungseinsatz abläuft, gestand sie. "Spätestens nach unserer Belehrung war dem Mädchen jedoch klar, dass diese Aktion keine gute Idee war - und auch strafbar ist."

Alex Schwab
Alex Schwab

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