Di, 20. Februar 2018

Klagenfurt

12.12.2016 16:35

Affäre um Müll-Altlast der Stadt

15 Jahre nach einem tragischen Unfall auf einer aufgelösten Mülldeponie in Klagenfurt wird jetzt um die Sicherheit gestritten. Das Land hat der Stadt vor kurzem per Bescheid die Überwachung der Gefahrenstelle aufgetragen. Im Magistrat wehrt man sich jedoch händeringend. Gespräche sollen den Konflikt jetzt lösen.

Seit den Fünfzigerjahren wurden auf der Deponie der Stadt Klagenfurt in Ehrenthal gegerbte Lederabfälle, Haus- und Sperrmüll abgelagert. Bis heute beeinträchtigen die Schadstoffe das Grundwasser. Im Jahr 2001 forderte ein tragischer Zwischenfall auf der ehemaligen Mülldeponie sogar Todesopfer: Zwei Männer starben an den Deponie-Gasen.

Jetzt wird um die Sicherung der Gefahrenstelle, die sich noch immer auf die Umgebung auswirkt, gestritten. Das Land hat die Stadt als Verursacher der Mülldeponie per Bescheid beauftragt, Grundwasseruntersuchungen und Messungen mit Explosions-Sauerstoff-Messgeräten durchzuführen.

Zum völligen Unverständnis vieler weigern sich die Verantwortlichen im Magistrat jedoch und haben Einspruch erhoben. Man hätte schließlich eine Genehmigung für den Betrieb des Müllplatzes gehabt. Außerdem sei man heute gar nicht mehr Eigentümer einiger der betroffenen Parzellen.

Sogar wegen der Text-Formatierung im Bescheid des Landes (weil die Schrift zu klein sei) gibt es eine Anfechtung. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz spricht von Kommunikationsproblemen, weil es im Vorfeld keine Expertengespräche gegeben habe: "Wir möchten eine Lösung - aber nicht über unsere Köpfe hinweg." Bei einem runden Tisch soll der Konflikt jetzt gelöst werden.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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