Do, 19. Oktober 2017

Täter schuldfäig

12.11.2016 03:00

Gattin erstochen: Verdächtiger wusste, was er tat!

Zuerst hatte sie ihn vom Strick geschnitten, dann musste sie sterben! Der Rosenkrieg eines Paares aus Ried im Traunkreis endete im Sommer mörderisch: Bei einer Aussprache drehte Josef F. (58) durch und attackierte seine Noch-Ehefrau Kornelia F. (53) mit einem Messer - sie verblutete. Trotz Psychiatrie-Aufenthalten ist jetzt klar: Der Tatverdächtige ist schuldfähig!

Das Martyrium der Frau begann am Tag der Hochzeit im November 1981: Damals heiratete Kornelia F. ihren Partner Josef, der sich in den Jahren zu einem Tyrannen entwickelt hatte. Die Kinder des Paares berichteten wenige Wochen nach der Tat, dass die Attacke mit dem Messer und einer extra gekauften Hacke eiskalt geplant war: "Unser Vater drohte Mama schon seit Jahren mit Mord..."

Ehekrieg eskalierte im Sommer
Das Eheleben der beiden war also alles andere als rosig, ständig gab es Schläge, Tritte und Anschuldigungen - bis der Ehekrieg Ende Juli 2016 eskalierte: F. soll sich mit einem Zweitschlüssel in die neue Wohnung der Noch-Ehefrau geschlichen haben - angeblich zur Aussprache. Er griff seine Frau sofort an, stach mehrmals auf sie ein. Sie verblutete nach der Attacke in den Armen der Rot-Kreuz-Helfer.
Abscheulich: Kornelia F. hatte trotz der Gewalt ihren Mann mehrmals vor dem Tod bewahrt. Wie kurz nach der Tat wollte er sich auch zuvor mehrmals selbst töten.

Täter muss fix mit einer Mordanklage rechnen
Nach den Ermittlungen der Linzer LKA-Mordermittler und der Justiz ist jetzt klar, dass der in U-Haft sitzende Verdächtige fix mit einer Anklage wegen Mordes rechnen muss. Die Linzer psychiatrische Gutachterin Adelheid Kastner - sie untersuchte auch den Amstettener Horror-Vater Josef F. - stellte in ihrem Gutachten für die Staatsanwaltschaft Steyr fest, dass es keinen Grund für eine Zurechnungsunfähigkeit gibt. Wann der Prozess stattfinden wird, ist noch unklar.

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