Mo, 23. Oktober 2017

Naturphänomen

08.11.2016 14:30

Schneebälle an Küste stellen Sibirien vor Rätsel

Ein ziemlich ungewöhnliches Naturphänomen lässt derzeit im Nordwesten Sibiriens die Menschen staunen und rätseln. Auf einem 18 Kilometer langen Küstenabschnitt nahe des Städtchens Nyda am Golf von Ob liegen seit vergangener Woche Abertausende riesige Schneebälle herum. Einige sind so groß wie Tennisbälle, andere gar wie Medizinbälle.

Die eisigen Bälle sehen aus, als wären sie von Menschenhand gemacht und an der Küste der Jamal-Halbinsel abgelegt worden. Doch eigentlich gibt es gar nicht genug Schnee dafür. "Es ist, als hätte sie jemand verschüttet", sagte die ortsansässige Ekaterina Chernyk gegenüber der Zeitung "Siberian Times".

Die Schneekugeln seien vor ungefähr eineinhalb Wochen aufgetaucht - selbst die ältesten Bewohner von Nyda hätten das Phänom zum ersten Mal gesehen, so das Blatt.

Phänomen wird nur sehr selten beobachtet
Laut Angaben von Wissenschaftern wird dieses Phänomen zwar sehr selten beobachtet und entstehe nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Wind und Wasser rollen dabei kleine Eisstücke zu großen Kugeln. "Normalerweise bildet sich zuerst Eisschlamm. Dann kann eine Kombination von Wind, Küstenverlauf und Temperatur zur Bildung solcher Bälle führen", erläutert Sergey Lisenkov vom Arctic and Anarctic Research Institute.

Laut einem BBC-Bericht ist das seltene Phänomen zum ersten Mal in dieser arktischen Region Russlands gesichtet worden.

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