Mo, 20. November 2017

Mission „TanDEM-X”

07.10.2016 13:10

Mit Satelliten-Duo Weltkarte in 3D erstellt

Im Rahmen der Mission "TanDEM-X" haben zwei Radarsatelliten aus dem All die gesamte Landoberfläche der Erde abgetastet und Daten für ein globales Höhenmodell von unübertroffener Genauigkeit gesammelt. Auf der nun fertiggestellten Karte zeigen sich metergenau Berggipfel und Talebenen der ganzen Welt, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mitteilte.

Die Anwendungsmöglichkeiten des einzigartigen Datensatzes reichen laut DLR von der Klima-und Umweltforschung über das Vermessungswesen bis hin zur Infrastrukturplanung beim Stadt- und Straßenbau. Die Mission "TanDEM-X" (TerraSAR-X add-on for Digital Elevation Measurement) besteht aus einem baugleichen Satelliten-Duo "TerraSAR-X" und "TanDEM-X" , das in den vergangenen Jahren im engen Formationsflug bei Minimalabständen von 120 Metern aus dem All die rund 150 Millionen Quadratkilometer Landflächen der Erde mehrfach aufnahmen.

Radardaten in 3D-Karte umgerechnet
Zwischen Jänner 2010 und Dezember 2015 haben die Radarsatelliten über ein weltweites Empfangsnetz mehr als 500 Terabyte Daten zur Erde übertragen, die - ab 2014 - zu Höhenmodellen verarbeitet wurden. Dabei erstellten die Fernerkundungsspezialisten des DLR eine digitale Weltkarte, die sich aus über 450.000 Einzelmodellen Pixel um Pixel höhengenau zusammensetzt - ein 3D-Mosaik der besonderen Art.

"'Tandem-X' hat ein neues Kapitel in der Fernerkundung aufgeschlagen", erklärte die DLR-Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund. "Die Technologie zum Radarbetrieb von zwei Satelliten im engen Formationsflug ist nach wie vor einzigartig - und war der Schlüssel für die hochgenaue Neuvermessung der Erde."

Künftig aktuelles Höhenbild alle acht Tage?
Die mögliche Nachfolgemission "Tandem-L" könnte laut DLR alle acht Tage ein aktuelles Höhenbild der gesamten Landmasse der Erde zur Verfügung stellen und dynamische Prozesse somit zeitgerecht erfassen. "Dadurch wäre es auch möglich, Beiträge zur Überprüfung internationaler Klima- und Umweltabkommen zu leisten", hob das Deutsche Raumfahrtzentrum hervor.

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