Mo, 20. November 2017

Yanis Varoufakis:

02.02.2016 11:05

„Merkel hat Geheimplan zur Unterwerfung Europas“

Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis war noch nie ein Mann der leisen Töne: In einem Gastkommentar für die deutsche "Bild" unterstellt er jetzt der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Geheimplan, um ganz Europa zu unterwerfen und kontrollieren. Griechenland sei dafür der Testfall gewesen, um die Sanierung bzw. Wiederauferstehung des Landes sei es dabei nie gegangen.

Varoufakis argumentiert im Kommentar weiters, dass die seinem Land vorgegebenen Sparmaßnahmen nicht dabei helfen würden, dass Athen seine Schulden bald begleichen könne. Viele Regelungen würden eher zum weiteren Abwürgen der Wirtschaft führen und damit auch Schuldenrückzahlungen erschweren. Der Ex-Minister fragt sich daher: "Können die Deutschen ihrer Regierung trauen, wenn sie behauptet, ihr gehe es vor allem darum, das geliehene Geld zurückzuholen? Oder hat die deutsche Regierung doch ganz andere, geheime Absichten?"

Wilde Proteste erschüttern Griechenland
Griechenland wird diese Woche von Protesten gegen die geplante Pensionsreform sowie Steuererhöhungen erschüttert: Am Dienstag blockierten erzürnte Landwirte wichtige Straßenverbindungen sowie Grenzübergänge nach Bulgarien und zur Türkei. Auch Rechtsanwälte und Notare setzten ihren seit 15 Tagen andauernden Streik fort. Die Fahrer der Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen von Athen legten fünf Stunden lang die Arbeit nieder.

Am Mittwoch wollen Journalisten in einen 24-stündigen Streik treten. Für Donnerstag ist dann einer der größten Streiktage der vergangenen Jahre geplant: Dann wollen auch die Staatsbediensteten, die Seeleute, die Tankwarte, die Apotheker, die Lastwagenfahrer und sogar die Taxifahrer streiken.

Pensions- und Steuerreform erzürnt Gewerkschaften
Protestiert wird gegen die geplante Pensions- und Steuerreform der Regierung. Demnach sollen Bezüge für neue Pensionisten künftig um durchschnittlich 15 Prozent gekürzt werden. Auch Freischaffende und Landwirte werden zur Kasse gebeten. In ihrer Mehrheit müssen sie laut ihren Gewerkschaften knapp 70 Prozent ihres Einkommens als Pensions- und Krankenkassenbeiträge sowie Steuern zahlen.

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