Mi, 22. November 2017

15-Jährige verletzt

23.11.2015 17:50

Krampusläufe fordern jedes Jahr Opfer

Ob drei Finger einer zerfetzten Mädchenhand gerettet werden können, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen. Zu Verletzungen bei Krampusläufen wie nun in Bad Ischl kommt es häufig. Oft ist Gewalt im Spiel, machmal aber Sprengmittel.

Der Kracher, den die 15-Jährige aus Ebensee in der Hand hielt, war irrtümlich entzündet worden. Möglicherweise vom Opfer selbst. Es hatte den Sprengkörper für einen Kameraden der Gruppe gehalten, während sich dieser umzog. Laut Zeugen zündete sich die als Engerl verkleidete Jugendliche dann eine Zigarette an, dürfte dabei auch die Lunte in Brand gesteckt haben. Sie soll noch versucht haben, die Glut zu löschen - als es auch schon krachte.

Dabei wurden ihr Zeige- und Mittelfinger der linken Hand völlig zerfetzt, die anderen drei Finger wurden im Salzburger Spital vorerst gerettet. Drei weitere Gruppenmitglieder waren leicht verletzt worden.
Strafrechtliche Konsequenzen wird es jedenfalls geben: Der Kracher ist in Österreich verboten, hatte keine Aufschrift. Die Herkunft klären nun Sachverständige des Ministeriums.

Prügelei in Lokal
Verletzte durch Gewaltaktionen gibt es bei Krampus- und Perchtenläufen in Oberösterreich immer wieder. Dramatisch war es vor drei Jahren in Gmunden geworden, als sich zehn maskierte Perchten in einem Lokal prügelten - und eine Rauchbombe zündeten. Vier Opfer mussten damals ins Spital, ein 19-jähriger Asthmatiker wäre fast erstickt!

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