Do, 24. Mai 2018

Lama-Tragödie

14.11.2015 16:17

Ein Traum geht zu Ende

Er war einer der ersten Lama-Züchter in Kärnten. Jetzt, nach 20 Jahren, muss sich Robert Krammer vom Großteil seiner Tiere trennen. Schuld sind die Behörden.

Vor 20 Jahren hat Robert Krammer mit vier Lamas seine erfolgreiche Zucht begonnen und sich einen Namen gemacht. Mit einem Höchststand von 500 Lamas im Jahr 2012 zählte er zu den besten Züchtern in Europa und feierte große Erfolge auf internationalen Lama-Shows.

Seine prämierten Tiere sind auf ganz Europa verteilt und werden für Trekking-Touren und in der Schweiz sogar für die Almpflege eingesetzt. In der Schweiz wird das sogar gefördert. Und durch seinen Auftritt in der Sendung "Bauer sucht Frau" wurde auch er selbst bekannt. "Ganze Busse voller Leute sind damals bei mir vorgefahren, um mich und meine Tiere zu sehen".

Am 2. Mai 2010 feierte Robert Krammer sein 15-jähriges Jubiläum und seine Wollprodukte, Wollspinnkurse und Lamaschnuppertouren mit lustigem Einkehrschwung waren weithin bekannt und beliebt.

"In den ganzen 20 Jahren ist nie etwas passiert. Meine Tiere waren immer gesund, da ich mich immer regelmäßig um die wichtigen Entwurmungen gekümmert habe. Jetzt machen die Behörden mir so große Schwierigkeiten, dass ich die Zucht aufgeben werde", erzählt der Lamaexperte traurig, der zahlreiche Kurse besucht hat, um sich in Sachen Lamas immer wieder weiterzubilden und auf dem neuesten Stand zu sein.

"Und so haben wir heuer ein neues Entwurmungsmittel ausprobiert und das hat leider bei acht älteren Lamastuten nicht richtig gewirkt, deshalb sind die Tiere verendet", verteidigt sich der große Tierfreund. "Ich habe strengere Auflagen als Rinder- und Schweinebauern. Da regt sich niemand auf, wenn die Tiere eingepfercht sind und nie das Tageslicht sehen. Meine Tiere können alle artgemäß im Freien leben und haben große Weiden. In einen Stall kann man die Lamas nicht einpferchen. Sie lieben ihre Freiheit und brauchen Platz. Die stehen sogar bei Regen und Schnee lieber draußen", und das hat sich die ganzen 20 Jahre bewährt. Doch jetzt wird mir vorgeworfen, dass ich meine Tiere nicht artgerecht halte", versteht Krammer die Welt nicht mehr.

Der Lamaexperte möchte jetzt seine 70 Stuten und die dazugehörigen Fohlen verkaufen und mit der Zucht ganz aufhören. "Wenn jemand gute Plätze bieten kann, dann reicht ein Unkostenbeitrag". Die 50 teils prämierten Hengste wird er behalten. Denn die Trekkingtouren sind weiterhin beliebt. "Ganze Schulklassen können mit den sanften, kamelartigen Tieren wandern gehen. Alle sind dafür ausgebildet und lassen sich von Kindern führen. Und so eine Lamawanderung im schönen Rosental tut auch der Seele gut."

Robert Krammer ist für ernst gemeinte Anfragen unter 0664/5224474 erreichbar.

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