Mi, 13. Dezember 2017

Hagelunwetter

11.07.2015 17:44

Feistritz im Gailtal: Jeder hat jedem geholfen!

Die Hagelkatastrophe hat Feistritz im Gailtal besonders hart getroffen – die "Krone" berichtete mehrfach. 267 Gebäude sind teils schwer beschädigt. Der Schaden wird mit mehr als zehn Millionen beziffert. Das Unglück hat aber auch gezeigt, wie eine kleine Gemeinde in der allergrößten Not eng zusammensteht.

Herr Bürgermeister, wie ist die Situation drei Tage nach der Hagelkatastrophe?

Mörtl: "Die ersten Schäden sind notdürftig behoben, denn bei uns leben noch echte ,Bauernbuab’n’, die handwerklich geschickt sind und anpacken können. Statt den Notruf zu wählen, kletterten viele nach dem Hagelunwetter einfach aufs beschädigte Dach und tauschten die zerstörten Ziegel aus oder halfen den schwerer betroffenen Nachbarn."

Ein Lob für die vielen ehrenamtlichen Helfer?

"Selbstverständlich. Unser Feuerwehrkommandant Alexander Möderndorfer hat aktiv den Sirenenalarm ausgelöst und so waren die Feuerwehrmänner bereits in der Zentrale, bevor der erste Notruf einging. Binnen kürzester Zeit wurden von seinem Stellvertreter Spezialfahrzeuge mit Kran, etwa von der Autobahnmeisterei der Asfinag, organisiert und sofort Siloplanen aus Grafenstein zu uns gebracht. Unsere Einkaufsmärkte stellten den Einsatzkräften schließlich spontan und kostenlos das gesamte Gebäck bereit und die Hausfrauen brachten den Feuerwehrmännern Kaffee."

Eine Unwetterkatastrophe, die zeigt, wie eine Gemeinschaft funktioniert.

"Ja. Bezirkshauptmann-Stellvertreter Harald Rossbacher war etwa sofort zur Stelle und hat sich ums Bürokratische gekümmert und viele Freiwillige haben sich angeboten um zu helfen."

Sie selbst zählen ja auch zu den Betroffenen.

"Stimmt. Die Garage und das Auto meiner Frau sowie mein erst 48 Stunden altes Auto wurden beschädigt. Bei einem Gemeindebürger wurden insgesamt 3000 Quadratmeter Dachfläche total zerstört. Ich hoffe, dass wir einen Versicherungsgrad von 80 Prozent erreichen werden. Denn alleine die Kärntner Landesversicherung rechnet mit 6,5 Millionen Euro, nachdem ein Teil der Schadensfälle bei uns begutachtet wurden – und das noch ohne die Landwirtschaft."

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