So, 25. Februar 2018

Riesenschaden

29.06.2015 16:29

Otter frisst die Teiche und Flüsse leer

Der Fischbestand in Kärnten sinkt dramatisch, die raubenden Otter werden immer mehr. Jetzt tun sich die Fischereiberechtigten zusammen und fordern für die Schäden durch den geschützten Räuber Geld zurück. Den Anfang macht St. Veit, wo die Schäden wohl am größten sind. Andere Reviere werden folgen – im Ernstfall mit juristischen Mitteln.

Dass sich Fischer über zu geringe Fänge ärgern, ist nicht neu. Mittlerweile sind die Bestände aber um 70 Prozent zurückgegangen – immer öfter wird dafür der Otter, dessen Population stark zugenommen hat, als Ursache genannt. Nach einem alarmierenden Bericht wurden ja drei der Tiere zum Fang beziehungsweise Abschuss freigegeben (ab dem 1. November).

Wer den enormen Schaden zahlt, der durch die Räuber bereits entstanden ist, darüber wird jetzt diskutiert. Den Anfang machen die Fischer in St. Veit. "Die Fischbestände in den Gewässern wurden bereits so stark dezimiert, dass eine ordentliche Bewirtschaftung in vielen Fischgewässern nicht mehr möglich ist", heißt es beim Fischereirevierausschuss. Volkhard Neuper: "Viele Fischer wissen noch gar nicht, wie sehr der Otter wütet. Es geht darum, die Schäden festzustellen und zu melden." Dadurch erhofft man sich, dass das Land Schadenersatz leistet; falls nötig, auch mit juristischen Mitteln. Bei einer Veranstaltung am 1. Juli wird aufgeklärt.

Während auch in anderen Revieren über Schadenersatzforderungen diskutiert wird, ist der Schaden in St. Veit, wo der Otter das Urforellen-Projekt bedroht, wohl am größten. "Es liegt auf der Hand, dass gezahlt werden muss", sagt dazu Jagdreferent Christian Ragger: "Die Rechtsfrage, ob das Land oder die Jägerschaft dafür einzustehen haben, wird aber interessant.

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