Fr, 25. Mai 2018

Freunde und Feinde

16.04.2015 22:12

Heiße Debatte um das Biomassewerk in Lendorf

Das Tauziehen um das Heizwerk in Lendorf geht in die nächste Runde. Die Fronten zwischen Betreibern und Gegnern verhärten sich. Nach einer emotionalen Bürgerdiskussion am Mittwochabend (wir haben berichtet) wird das Verfahren im Rathaus noch einmal genau unter die Lupe genommen. Die Betreiber sind verärgert: „Wir halten uns an die Vorgaben von 2010.“

Bei der Diskussion mit Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz haben die Bürger aus Lendorf - mit der Schützenhilfe von diversen Umweltaktivisten - die Herausgabe von Projektunterlagen gefordert.

Die Sorge der Bürgerinitiative: Dass die Anlage nicht den Vorgaben (maximal 35 MW) aus dem Bescheid von 2010 entspreche.

Die Betreibergesellschaft (Riegler & Zechmeister) reagiert verärgert. „Selbstverständlich halten wir uns an die Vorgaben. Es gibt doch gar kein neues Projekt, da werden Unwahrheiten verbreitet“, betont Otto Zechmeister.

Seine Vermutung: „Hinter diesen Bürgerinitiativen steckt die Papierindustrie, die alles verhindern will. Die Anrainer werden nur verunsichert!“

Der „Hauptbeschuldigte“ – der Umweltaktivist Michael Wulz – streitet die Vorwürfe gar nicht einmal ab: „Sicher haben wir uns mit der Industrie ausgetauscht, da wir ähnliche Interessen haben. Aber: Mir geht’s einzig und alleine um den Umweltschutz. Ich bekomme keinen einzigen Cent - von niemandem.“

Der Magistrat wird das Projekt - so oder so - noch einmal genau prüfen. Mathiaschitz: „Falls es Änderungen geben sollte, muss natürlich ein neues Verfahren her.“

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