Sa, 18. November 2017

Neue Methoden

28.02.2015 18:09

Kinderwunsch fast ohne Grenzen

Dem Kinderwunsch ist offenbar keine natürliche Grenze mehr gesetzt. Jene 60-Jährige, die – wie berichtet – in Wels Zwillingsbuben gebar, umging auch die in Österreich geltenden Gesetze, um die biologische Uhr auszutricksen. Sie ließ sich im Ausland Eizellen spenden. Doch auch in Linz wird an neuen Methoden geforscht, um den Kinderwunsch zu erfüllen.

Das "Social Freezing", also das Einfrieren unbefruchteter, eigener Eizellen, um auch nach dem Wechsel noch ein Baby bekommen zu können, ist in Österreich verboten. "Das ist auch gut so", sagt Primar Peter Oppelt von der Landesfrauen- und Kinderklinik in Linz. Er ärgert sich über  Meldungen wie  über  eine 60-Jährige, die dank bei uns in diesem Alter verbotener Eizellenspende noch Mama geworden ist: "Hat  einmal wer hinterfragt, wer die Kosten trägt?" Sein Kollege Omar Shebl vom Kinderwunschzentrum der LFKK ist skeptisch, ob es sinnvoll ist, die Natur zu überlisten, respektiert  aber den Kinderwunsch: "Es sind zwei Leben entstanden!"

Die beiden Mediziner arbeiten mit neuen Methoden – so wurden etwa zwei Krebspatientinnen Eierstock-Teile entnommen und werden jetzt, nach erfolgreicher Behandlung, wieder eingesetzt.

Wesentlich jünger, nämlich 22 Jahre ist Zwillingsmama Simone Donat aus Ostermiething. Ihre Meinung zu spätem Kinderwunsch – siehe Interview unten.

"Krone": Frau Donat, herzlichen Glückwunsch! Wie geht’s mit den vier Buben ?
Simone Donat: Sehr gut. Die beiden Kleinsten laufen auch im Trubel schon irgendwie mit.

"Krone": Sie haben sicher von der 60-Jährigen gehört, die Zwillinge bekommen hat.
Simone Donat: Ja, ich könnte mir das überhaupt nicht vorstellen. Eigentlich kann ich es mir schon nach 40 nicht mehr vorstellen. Da hat man ja die Energie gar nicht mehr. Es ist immer was los, auch wenn die Kleinen schon sechs Stunden durchschlafen.

"Krone": Sie sind jung Mama geworden – hilft Ihnen jemand bei der Betreuung?
Simone Donat: Meine Mama, die ist jetzt auch 60 Jahre alt. Die beiden großen Buben haben einmal in der Woche einen Oma-Opa-Tag und dürfen ab und zu auch über Nacht bleiben. Obwohl meine Mama elf Enkerln hat, wäre es für sie sicher  anstrengend, wenn sie die Kinder ständig hätte. Als Oma kannst du die Kinder wieder zurückgeben, als Mama nicht.

"Krone": Was halten Sie persönlich davon, wenn jemand mit 60 noch Kinder kriegt?
Simone Donat: Wenn’s auf natürlichem Weg passiert, ist es ein Geschenk. Sonst? Ich bin  sicher, dass es Sinn macht, dass irgendwann nicht mehr sein soll.

"Krone": Ist für Sie die Familienplanung abgeschlossen?
Simone Donat: Derzeit schon.

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