Sa, 25. November 2017

Weltweite Studie

13.12.2012 14:56

Blutdruck, Rauchen, Alkohol machen am häufigsten krank

Hoher Blutdruck ist einem neuen Bericht zufolge die weltweit größte Gesundheitsgefahr, gefolgt von Rauchen und Alkohol. Die drei Faktoren haben sogar Hunger im Kindesalter als Risiko überholt, wie es in der "Global Burden of Disease Study 2010" heißt. Nach den Statistiken starben 2010 weltweit mehr als neun Millionen Menschen an den Folgen von hohem Bluthochdruck.

Zehn Jahre nach dem ersten Bericht in dieser Form wurde die umfangreiche neue Studie am Donnerstag in London vorgestellt und von der Medizin-Zeitschrift "The Lancet" veröffentlicht. 486 Autoren aus 50 Ländern haben daran mitgearbeitet. Unter anderem ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligt.

Zwar variierten die Gefahren in den unterschiedlichen Regionen der Welt, erklärte Majid Ezzati vom Imperial College London, der am Bericht mitgearbeitet hat. "Insgesamt können wir aber eine wachsende Belastung für Risikofaktoren erkennen, die bei Erwachsenen zu chronischen Krankheiten führen, wie Krebs, Herzproblemen und Diabetes. Gleichzeitig sinkt der Druck durch Risiken, die mit Infektionskrankheiten bei Kindern in Verbindung gebracht werden."

Fettleibigkeit wachsendes Problem
In den vergangenen zehn Jahren ist Fettleibigkeit zum wachsenden Problem geworden. Lag diese 1990 noch auch Platz zehn, ist sie nun auf Platz sechs in der Welt. Mehr als drei Millionen Todesfälle seien 2010 auf einen zu hohen Body-Maß-Index (BMI) zurückzuführen gewesen. Besonders problematisch ist die Lage dem Bericht zufolge in Australien und Lateinamerika. In Südasien gehört Luftverschmutzung durch schädliches Heizmaterial weiterhin zu den größten Risiken.

"Die gute Neuigkeit ist, dass wir sehr viel tun können, um die Gesundheitsrisiken zu reduzieren", sagte Ezzati. Im Kampf gegen Bluthochdruck etwa müsse der Salzgehalt von Lebensmitteln gesenkt und der Zugang zu frischem Obst und Gemüse verbessert werden. Mangelernährung sei in den vergangenen zehn Jahren weniger geworden. In Afrika sei sie aber weiterhin ein großes Problem.

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