Do, 24. Mai 2018

Grausames Unglück

14.09.2011 07:43

Züge und Autobus kollidieren: Viele Tote in Argentinien

Bei einem der schwersten Zugsunglücke in der Geschichte Argentiniens sind am Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 212 weitere wurden nach Behördenangaben verletzt, als im morgendlichen Berufsverkehr im Vorort Flores im Südwesten von Buenos Aires zwei Züge und ein Autobus zusammenstießen. Der Busfahrer dürfte ein Haltesignal missachtet haben.

Der Bus überquerte die Schienen, als ein Zug in Richtung Stadtmitte den Bahnhof verließ und ein anderer Zug in entgegengesetzter Richtung einfuhr, wie ein Sprecher der Polizei dem Fernsehsender TN berichtete. Aufnahmen von Sicherheitskameras (siehe Video oben) zeigen, wie der Bus bei halb geschlossenen Schranken versuchte, über die Schienen zu kommen und von dem anfahrenden Zug gegen den Bahnsteig geschleudert wurde.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 212 Verletzte in 13 Krankenhäuser der Hauptstadt gebracht. Neun Menschen starben noch am Unfallort, darunter auch ein Baby, zwei weitere Personen in einem Krankenhaus. Mindestens acht der Todesopfer waren Passagiere des Busses. Unter den Verletzten seien zahlreiche Menschen, die auf dem Bahnsteig auf ihren Zug gewartet hatten, darunter zahlreiche Kinder.

"Die Menschen sind voller Angst in alle Richtungen gerannt"
"Ich habe einen ohrenbetäubenden Lärm gehört, dann habe ich den vom Zug eingekeilten Bus gesehen", sagte ein Zeitungsverkäufer der Nachrichtenagentur AFP. "Die Menschen sind voller Angst aus den Waggons gekommen. Sie sind in alle Richtungen gerannt."

Das Zugsunglück in Flores zählt zu den schlimmsten, die sich je in Argentinien zugetragen haben. Zuletzt waren im Februar vier Menschen ums Leben gekommen und 120 verletzt worden, als zwei Züge in Junin 230 Kilometer nördlich von Buenos Aires zusammengestoßen waren. Im März 2008 starben 18 Menschen, als ein Zug in der Stadt Dolores 212 Kilometer südlich der Hauptstadt auf einen Reisebus prallte. Das schwerste Zugunglück in der Geschichte des südamerikanischen Landes ereignete sich 1970. Damals starben in einem Vorort von Buenos Aires 200 Menschen.

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