Mo, 19. Februar 2018

Kräuterheilkunde

30.04.2011 10:04

Neues Verbot von Heilpflanzen sorgt für Wirbel

Lavendel, Ringelblumen oder Schafgarbe – uralte Heilmittel dürfen nicht mehr so einfach verkauft werden. Am Samstag endet die EU-Registrierungsfrist dafür; der Wirbel ist riesig. "Kräuterpapst" Eckart Mandler aus Irschen beruhigt: "Diese Verordnung betrifft nur medizinische Produkte."

Vor allem seit diverse Rundmails durch das Internet geistern, in denen die Registrierung angeprangert wird, orten viele ein Aussterben alten Wissens und einen Sieg der milliardenschweren Pharmaindustrie. In diversen Meldungen heißt es sogar, dass die alten Heilkräuter ab Samstag von der EU generell verboten werden.
Es kursieren auch Online-Petitionen, die schon Hunderttausende unterschrieben haben.

Wie es nun wirklich um die heimischen Bäuerinnen, die Salben und Teemischungen aus Brennessel oder Huflattich herstellen, steht, haben wir den Experten Eckart Mandler, den Kräuterdorfpionier in Irschen, gefragt. Der erklärt: "Diese EU-Verordnung betrifft ja nur die Herstellung rein medizinischer Produkte aus Pflanzen, wie etwa Pillen."

"Wissen wird EU nicht verbieten dürfen"
Jene Tees oder Tinkturen, die die Irschener Bäuerinnen seit 1992 liebevoll produzieren und sogar über ihren Online-Shop im Internet vertreiben, gelten aber als "Genussmittel" und nicht als Medizin. Mandler: "Das jahrhundertealte, mündlich überlieferte Wissen über die Kräuterheilkunde wird die EU aber wohl nicht verbieten dürfen."

von Martin Radinger, Kärntner Krone

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