So, 19. November 2017

Hochburg Linz

01.03.2011 18:46

Feinstaub wird im ganzen Land ob der Enns zum Problem

Alarmierend ist die aktuelle Feinstaubbilanz des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) für Jänner und Februar 2011. Neben der "Hochburg" Linz sind auch zahlreiche andere Bezirke am besten Weg, den Feinstaub-Jahresgrenzwert bereits früh zu überschreiten. Experten fordern die Umsetzung eines Anti-Feinstaub-Pakets.

An 28 Tagen wurde in der Landeshauptstadt Linz der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft in den ersten zwei Monaten überschritten – maximal 25 Tage pro Jahr sind erlaubt. Noch keine Überschreitung, aber sehr wohl hohe Belastungen sind auch in anderen Regionen zu verzeichnen: In Wels wurde bereits an 18 Tagen der Grenzwert überschritten, und bei der Messstelle Enns-Kristein ebenso wie in Steyregg und Traun an 13 Tagen. Knapp dahinter landen Braunau und Lenzing mit je elf Tagen. "All diese Städte sind stark gefährdet, den Feinstaub-Jahresgrenzwert früh zu überschreiten", sagt Christian Gratzer vom VCÖ. 

Auffallend: An verkehrsnahen Messstellen wurden die Feinstaubgrenzwerte deutlich häufiger überschritten als an verkehrsfernen Stellen. Verkehrsexperte Martin Blum fordert deshalb die Umsetzung eines Anti-Feinstaub-Pakets: "In den Städten sollte man die Taxiflotten auf E-Autos umrüsten, alte Lkws und Baumaschinen sollten verpflichtend mit Partikelfiltern nachgerüstet werden." Städte müssten zudem danach trachten, das eigene Zentrum zu stärken, wie Blum ergänzt: "Wenn gute Nahversorgung im Ort gehalten und Zersiedelung verhindert wird, wird weniger Feinstaub durch den Verkehr verursacht."

Kronen Zeitung

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