Di, 21. November 2017

Neue Regel in Wels

25.01.2011 16:57

Bald Deutschtests für Bewerber von Sozialwohnungen?

Wer in Wels eine Wohnung sucht, muss zum Deutschtest. Das hat jetzt FPÖ-Stadtrat Andreas Rabl verordnet. Grund für den politischen Alleingang ist ein Gutachten der Kepler-Uni, dass den blauen Vorstoß bei geförderten Wohnungen für verfassungskonform hält. FPÖ-Regierer Haimbuchner (Bild) will fürs ganze Land Deutschtests.

"Aus dem Gutachten geht hervor, dass man als Kriterium für die Vergabe von Sozialwohnungen ein Mindestmaß an Deutschkenntnissen heranziehen könnte", freut sich FPÖ-Wohnbauer Manfred Haimbuchner über das Ergebnis, das laut FPÖ auch die Vorwürfe der Verfassungswidrigkeit sowie nach dem Antidiskriminierungs-Gesetz entkräften würde.

Wortschatz von 500 Wörtern ist Pflicht
In Wels werden – darauf basierend – jedenfalls geförderte Wohnungen in Zukunft nur mehr an Migranten vergeben, die über einen Wortschatz von 500 Wörtern verfügen.

Um Deutschtests für Sozialwohnungs-Werber auch oberösterreichweit durchzusetzen, will Haimbuchner entweder eine gesetzliche Neuregelung oder eine Weisung des Wohnbauressorts erwirken. Anders sieht das ÖVP-Klubchef Thomas Stelzer - er hält eine derartige Regelung für überzogen.

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