Mi, 13. Dezember 2017

Nach nur zwei Tagen

28.12.2010 14:12

Rettungsheli "Airmed 2" stellt Betrieb wieder ein

Die Wiedergeburt des Anfang Oktober eingestellten Rettungshelis "Airmed 2" hat nur zwei Tage gedauert: Nach der offiziellen Wiedereröffnung des Stützpunktes in Scharnstein ist am Dienstag, der geleaste EC145-Helikopter zurück nach München gebracht worden. Der Grund: Ein Notarzt hatte Mängel kritisiert.

Im Juni 2009 war in Gschwandt bei Gmunden der "Airmed"-Rettungshelikopter des burgenländischen Primars Günther Schamp installiert worden, am 3. Oktober dieses Jahres ließ man den Stützpunkt aus finanziellen Gründen auf, am 26. Dezember wurde er in Scharnstein neu eröffnet.

Doch bereits am Dienstag wurde der geleaste EC145 nach München zurückgebracht, weil ein erfahrener Notarzt in einem vertraulichen Mail an Kollegen Mängel aufgezeigt hatte: Medizinische Geräte seien nur relativ provosirisch gesichert, ein 12-Kanal-Kabel fürs EKG fehlt, der Verbindungsschlauch des Beatmungsgerätes sei undicht, der Helm für den Notarzt funktioniert nicht. "Also Vorsicht", so der Notarzt.

Daraufhin wurde der Rettungsflug für einen am Kasberg verletzten Skifahrer am Montag gecancelt, eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnungsfeier mit vielen Bürgermeistern der "Airmed"-Betrieb allgemein infrage gestellt.

"Dabei wurden die Mängel sofort behoben - aber das Rote Kreuz will uns jetzt nicht mehr alarmieren, obwohl wir dafür 2.000 Euro monatlich bezahlen müssen", weiß ein "Airmed"-Vertrauter nicht, wie's weiter gehen wird.

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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