Mi, 18. Oktober 2017

Auf Papua-Neuguinea

13.10.2010 09:17

Kaltenbrunner ruft nach Todesdrama wieder der Berg

Der Berg ruft wieder! Gerlinde Kaltenbrunner bricht zehn Wochen nach dem Todessturz ihres schwedischen Begleiters Fredrik Ericsson am K2 zu einer Expedition auf. Ziel ist diesmal kein Achttausender-Gipfel, sondern die "nur" 4.884 Meter hohe, aber technisch sehr anspruchsvolle Carstenz-Pyramide auf Papua-Neuguinea.

"Der Berg liegt im Herzen des Dschungels inmitten einer exotischen, atemberaubend schönen Welt. Schon der Anmarsch zum Basislager ist ein Abenteuer – er führt in die Welt der Dani, einem Volk, das fast noch wie in der Steinzeit lebt", schildert Kaltenbrunners Ehemann Ralf Dujmovits. Gerlinde und Ralf freuen sich sehr auf diesen Gipfel, der in Indonesien "Puncak Jaya" – "Siegesgipfel" – genannt wird. Aufbruch zur 23-tägigen Expedition ist am Sonntag.

K2 ist noch kein Thema
Der Schmerz vom Todessturz am K2 sitzt zwar noch in ihrem Herzen, aber die 39-Jährige aus Spital am Pyhrn hat das Drama nun verarbeitet. Geholfen haben ihr die Eltern des im ewigen Eis begrabenen Schweden bei einer Trauerfeier in Chamonix: "Zuvor haben wir eine leichte Bergtour gemacht und dabei über das Geschehene gesprochen. Die Eltern haben das Schicksal akzeptiert. Die Berge seien ja Fredriks Leben gewesen, hat sein Papa zu mir gesagt. Es war alles sehr berührend, aber es hat mir geholfen." Noch nicht im Klaren ist sich Kaltenbrunner, ob und wann sie am K2 einen neuen Gipfelversuch wagen wird.

von Max Stöger, "OÖ Krone"

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