Di, 12. Dezember 2017

Haftstrafen

20.08.2010 12:58

Schlepperbande aufgeflogen - drei Männer verurteilt

Am Landesgericht Eisenstadt sind am Donnerstag drei Mitglieder einer Schlepperbande verurteilt worden. Die serbischen Staatsbürger im Alter von 32, 37 und 44 Jahren sollen im vergangenen Herbst zwei Schleppungen durchgeführt sowie zwölf Dämmerungseinbrüche im Burgenland und in Niederösterreich verübt haben. Der 37-jährige Hauptverdächtige wurde zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Die Delikte, die dem Mann angelastet werden: Verbrechen der Schlepperei sowie des gewerbsmäßig schweren Diebstahls durch Einbruch im Rahmen einer kriminellen Vereinigung.

Männer waren bereits 2009 gefasst worden
Bereits Ende 2009 war die fünfköpfige Schlepperbande aufgeflogen: Beamte der Landeskriminalämter (LKA) Burgenland und Niederösterreich sowie Polizisten aus Deutschland hatten im vergangenen Dezember die Verdächtigen gefasst. Die Männer brachten vorwiegend kosovarische Staatsangehörige illegal über Serbien, Ungarn, Österreich und Deutschland in die EU und in die Schweiz.

Im Zuge der Ermittlungen haben die Beamten des LKA Burgenland den drei Hauptverdächtigen nun auch Einbrüche in Einfamilienhäuser sowie weitere Schleppungen nachgewiesen. "Den Männern wurde zunächst nur Schlepperei vorgeworfen. Erst bei unseren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Bande auch andere Delikte verübte", sagte ein Beamter des LKA. Die beiden anderen Bandenmitglieder seien laut Exekutive noch flüchtig.

Zwei Jahre bzw. 20 Monate Haft
Die Männer sollen für ihre Schlepperdienste etwa 3.000 Euro pro Person kassiert haben, hieß es seitens der Exekutive. Sowohl dem 44- als auch dem 32-Jährigen wurde gewerbsmäßig schwerer Diebstahl durch Einbruch im Rahmen einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Der 44-Jährige wurde zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Über den 32-Jährigen wurde eine Strafe von 20 Monaten unbedingt verhängt. "Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beschuldigten haben sich Bedenkzeit erbeten", so der Beamte des LKA.

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