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07.08.2010 14:51

Neues Frontradar soll ausländische Raser überführen

Kein Happy End winkt den ausländischen Rasern bei der schier unendlichen Geschichte um die Frontradargeräte: In den kommenden Monaten sollen nun doch die neuen Kameras auf der Innkreisautobahn und der Mühlkreisautobahn ihren Betrieb aufnehmen. Technische Probleme haben das bislang verhindert.

"Jeder vierte Blitz ist für die Katz'", "Deutsche blitzen durch", "Freibrief für ausländische Raser"... diese "Krone"-Schlagzeilen haben oft schon fast ein Jahrzehnt auf dem Buckel. Und auch der frühere SPÖ-Landesrat Erich Haider hat als Verkehrsreferent etliche Jahre erfolglos gegen das Dilemma angekämpft.

Das Drama daran: Es hat nichts gebracht, obige Schlagzeilen sind auch heute noch so aktuell wie damals. Noch immer bleiben sechs von zehn Ausländern straffrei, wenn sie über unsere Autobahnen oder Schnellstraßen dahinbrausen. Und unserem Bundesland gehen etwa 9,6 Millionen Euro jährlich an Strafgeldern durch die Lappen, weil sich mehr als 100.000 geblitzte ausländische Temposünder in ihren Heimatländern nicht selbst belasten und damit auch nicht als Lenker outen müssen.

Neue Ansätze
Bei ihrem Linzbesuch sprach jetzt Innenministerin Maria Fekter von einem "Justizproblem" und einer Beseitigung bürokratischer Hürden, um dem tatsächlichen Täter die Strafe aufbürden zu können.

Unabhängig davon soll es auch beim Front-Radar endlich Licht am Ende des Tunnels geben, meint Asfinag-Geschäftsführer Bernd Datler: "Sie fotografieren von hinten und vorne. Da braucht die Entwicklung der Technik seine Zeit. Aber sie kommen bald auf die A8 und A7. Sicher noch heuer."

von Johannes Nöbauer, "OÖ Krone"
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