Mo, 18. Dezember 2017

"WAC ein Glücksfall"

07.08.2010 01:42

Warum Spielmacher Markus Kreuz einst arbeitslos war

Erst hat das deutsche Duo Markus Kreuz und Marco Reich den WAC/St. Andrä in die Erste Liga geschossen – und jetzt sind sie auch dort das Maß aller Dinge! "Der Wechsel hierher war im Nachhinein ein absoluter Glücksfall", so Kreuz zur "Krone" – aber für beide Seiten! Mit dem bislang größten Sieg des WAC, dem 3:1 über Liga-Favorit Altach, hat man endgültig bewiesen, dass alles möglich ist!

Kulturschock? "Ehrlich gesagt ist es am Anfang, 2009, schon ein gewaltiger Unterschied zu meiner bisherigen Fußball-Karriere gewesen", gestand der deutsche WAC-Spielmacher Markus Kreuz am Tag nach dem 3:1 über Altach, zu dem er ein Assist beisteuerte. "In der österreichischen Regionalliga ist es doch ganz anders als in Deutschland. Aber jetzt im Nachhinein hat sich alles als ein einziger Glücksfall herausgestellt!"

Kreuz war plötzlich arbeitslos
Dabei ist Kreuz, der mit FC Köln und Eintracht Frankfurt in der deutschen Bundesliga gespielt hat, nur zufällig zum WAC gestoßen. Sein damaliger Klub, FSV Frankfurt, hatte ihn verschaukelt. Mündlich ist ihm die Vertragsverlängerung zugesagt worden, auf dem Papier gab es aber den Rauswurf. "Ich musste mich plötzlich arbeitslos melden, fand am letzten Drücker in Deutschland plötzlich keinen Klub mehr. Doch jetzt bin ich sehr, sehr froh darüber. Denn in Wolfsberg entsteht etwas ganz großes, habe ich riesigen Spaß."

Später hat er dann auch noch seinen Freund Marco Reich herglockt – seit dem sind sie ein fantastisches und gefürchtetes Duo.

Sein Leben hat Kreuz nach Klagenfurt verlagert. "Ich hab mich in Kärnten verliebt. Ins Land und die Leute. Der Wörthersee ist prachtvoll. Ich möchte mir hier etwas aufbauen." Eine Frau hat er aus Deutschland nicht mitgebracht. "Seit 2009 bin ich geschieden." Eine Ehe ist er aber mit den "Wölfen" eingegangen.

Kurze Auszeit für die WAC-Helden
"Die zwei Deutschen sind für uns enorm wichtig, sie heben unsere Klasse", bestätigt Trainer Nenad Bjelica, der seinem Team nach dem Super-Sieg über die Vorarlberger bis Montagnachmittag frei gab: "Sie haben es sich verdient, etwas zu feiern, einmal in Ruhe nach Hause zu fahren und den Kopf frei zu kriegen."

Nach sechs Runden ist der Kärntner Aufsteiger sensationell Tabellendritter, holte 13 Punkte. In einer Wertung liegt man sogar ganz vorne: Kein Team war in seinen Spielen in den ersten 45 Minuten so torgefährlich wie der WAC, insgesamt sieben Volltreffer gab es da bereits. Den vielleicht schönsten machte – erraten – ein Deutscher – aber Dienstag erst in Minute 89: Marco Reich mit seinem Sololauf über fast 45 Meter!

von Max Mahdalik ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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