Mo, 19. Februar 2018

Behörde ziert sich

01.08.2010 19:32

Familie kämpft um die Heimkehr ihrer kleinen Tochter

Die Enttäuschung ist ihnen ins Gesicht geschrieben – unerträglich lang müssen Natascha und Harald St. warten, bis sie ihre Tochter endlich wieder in die Arme nehmen dürfen. Nach dem Vorwurf angeblicher Misshandlungen hatte zwar der Staatsanwalt das Verfahren eingestellt, doch die Rückkehr des Kindes verzögert sich.

Wegen blauer Flecken an den Armen und Beinen ihrer Tochter war das Ehepaar im November 2009 unter Verdacht geraten, die Sechsjährige misshandelt zu haben. Prompt ließen, wie berichtet, die Behörden das Kind aus dem Elternhaus im Südburgenland wegbringen. Die Erhebungen zogen sich Monate hin. Bis die Staatsanwaltschaft Mitte Mai das Ermittlungsverfahren schließlich einstellte.

Doch die Familie, die nun in der Steiermark wohnt, muss für die Rückkehr ihres Kindes den gerichtlichen Bescheid abwarten. Und das dauert.

"Vor Kurzem wurde uns gesagt, dass Mariah noch vor dem Ferienende wieder nach Hause darf. Jetzt hieß es, sie werde von Rust in eine andere Wohngemeinschaft übersiedelt und wohl noch ein paar Wochen eine Schule im Burgenland besuchen müssen", empört sich Harald St.: "Die Behörden betonen zwar immer wieder, nur das Beste für unser Kind zu wollen. Das ständige Hin und Her sowie die willkürliche Trennung von der Familie kann es jedoch mit Sicherheit nicht sein."

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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