Sa, 25. November 2017

„Hohn“ der Post AG

28.05.2010 09:17

Auch Pfarrer kämpft gegen Postschließung

Die Post nimmt allen was - diesen Eindruck haben manche Bürger in Linz gewonnen. Seit der Zusammenlegung der Postämter am Bindermichl hat die Filiale im Einkaufszentrum Muldenstraße die 13.000 Bewohner der Stadtteile Bindermichl und Spallerhof versorgt. Nun steht auch dieser Standort auf der Abschussliste der Post. Mit Unterschriften protestierten Bürger und auch der Pfarrer gegen diesen Plan.

Am 14. Juni entscheidet die Post AG über die Schließung der Postfiliale, die einen negativen Deckungsbeitrag von 46.000 Euro aufweisen soll. "Die Postamtschließung wäre eine Katastrophe für uns. Die Versorgung der Bevölkerung ist ein Grundrecht der Bürger. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Zahlen schlecht sind, es sind immer lange Schlangen an den Schaltern, wenn man hineingeht", ist Franz Zeiger, Pfarrer am Spallerhof, fassungslos.

Ab Freitag liegen deshalb in der Pfarre St. Peter ebenso wie in den Geschäften, Banken und Gaststätten des Spallerhofes Unterschriftenlisten gegen die Schließungspläne auf.

Post soll "überdenken"
"Bis 7. Juni soll mit den Unterschriften Druck auf die Post ausgeübt werden, die Entscheidung zu überdenken", sagt Regina Traunmüller, Vorsitzende der SPÖ Spallerhof, und ergänzt: "Zwar wird die Sparfiliale im Einkaufszentrum Muldenstraße bereits als künftiger Postpartner gehandelt, das wäre für die Bewohner von zwei großen Stadtteilen allerdings eher ein Hohn. Außerdem geht es nicht nur um die Post, sondern auch um den weiteren Verbleib der PSK-Filiale."

Kronen Zeitung und ooe.krone.at
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