Fr, 24. November 2017

Alt und defekt

21.05.2010 09:21

Atomkraftwerk „Isar 1“ bedroht Oberösterreich

"Isar 1" in der Einflugschneise des Airports München – grenznah genug, um Oberösterreich zu bedrohen – gehört mit Baujahr 1977 zu den vier ältesten deutschen Atomkraftwerken und hätte laut Ausstiegsplan nächstes Jahr stillgelegt werden sollen. Doch es könnte bis zu 20 Jahre länger laufen, wenn die deutsche Regierung der Atomlobby nachgibt. Oberösterreich will das verhindern helfen.

In "Isar 1" gab es in den letzten Jahren jeweils drei bis sieben "meldepflichtige Bauteildefekte", wie im deutschen Kontrollbericht Schäden durch Abnützung heißen. Auch die drei anderen AKWs vom Uralt-Typ SWR 69 melden laufend solche Fälle. "Isar 1" ist zudem nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert und wird ständig von in München landenden Maschinen überflogen.

Kampf dem Atom
"Wir bekämpfen die Laufzeit-Verlängerung auf mehreren Schienen", hat sich Landesrat Rudi Anschober mit Atomgegnergruppen koordiniert: "Das Land drängt beim Bund und den anderen Ländern auf Unterstützung, die oberösterreichische Anti-Atom-Bewegung arbeitet mit der deutschen bei Bürgeraktionen zusammen."

Letzteres hat schon in den achtziger Jahren funktioniert, als koordinierte Bürgerproteste die Aufbereitungsanlage Wackersdorf in Bayern verhindert haben. Ihr Areal ist heute ein Betriebsansiedlungsgebiet mit erfolgreichen Firmen.

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