So, 17. Dezember 2017

Menschenhandel

30.11.2009 16:17

Paar schickte junge Rumäninnen auf Strich

Ein schlimmer Fall von Menschenhandel ist in Oberösterreich aufgeflogen: Ein Ehepaar aus Rumänien soll zwischen 2005 und 2008 Mädchen und junge Frauen aus ihrem Heimatland nach Österreich gebracht haben. Doch anstatt ihnen die versprochenen Jobs als Kellnerinnen oder Putzfrauen zu verschaffen, zwangen die beiden ihre Opfer - die Zahl ist nicht bekannt - zur Prostitution, gab die Polizei am Montag bekannt.

Die 36-jährige Frau und ihr 38-jähriger Mann versprachen ihren Opfern, sie könnten hier einer geregelten Arbeit nachgehen. Als die Frauen in Österreich ankamen, nahmen sie ihnen aber ihre Dokumente ab und verlangten Geld für die entstandenen Reisekosten.

Mädchen nach Ankunft an Freier vermittelt
Um die Schulden begleichen zu können, wurden die Mädchen sofort an Freier in Linz vermittelt. Teils in deren Wohnungen, teils in Linzer Hotels mussten sie sexuelle Dienste anbieten. Das dabei verdiente Geld wurde ihnen meist sofort wieder abgenommen. Manche Opfer waren in Wohnungen älterer Männer untergebracht. Als Gegenleistung mussten sie mit ihnen Sex haben.

Vier weitere Anzeigen
Das Ehepaar wurde Anfang Oktober 2008 in Rumänien festgenommen und wartet dort auf sein Strafverfahren. In Oberösterreich wurden außerdem noch zwei Pensionisten im Alter von 57 und 73 Jahren angezeigt. Sie sollen mit dem Paar zusammengearbeitet haben. Auch zwei Freier - ein 21-Jähriger und ein 53-Jähriger - wurden unter anderem wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen angezeigt.

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