So, 19. November 2017

„Starke Vibrationen“

06.11.2009 14:22

Temelin-Block wird für Reparatur vom Netz genommen

Der erste Block des südböhmischen Atomkraftwerkes Temelin wird in der Nacht von Freitag auf Samstag vorübergehend vom Netz genommen. Wie Temelin-Sprecher Vaclav Brom am Freitag mitteilte, handelt es sich um eine planmäßige Betriebspause mit dem Ziel, die Turbine auszubalancieren. "Drei Ausbalancierungs-Fahrten sind im Laufe des Wochenendes vorgesehen", sagte er.

Die Vibrationen der Turbine seien "größer als man sich wünschte", so Brom. Die Lieferanten seien aber imstande, dies zu verbessern. Der genaue Termin des neuerlichen Starts des Blocks werde vom Ablauf der Arbeiten abhängen, voraussichtlich ab Montag sollte Block 1 von Temelin aber wieder Strom liefern, hieß es.

"Technisches und ökonomisches Desaster"
Der oberösterreichische Anti-Atom-Beauftragte Radko Pavlovec machte darauf aufmerksam, dass angesichts der speziellen Anfertigung die Reparaturen zeitlich und finanziell extrem aufwendig seien. Auch der Schaden der erzwungenen Produktionsausfälle erreiche bereits astronomische Höhen. "Das Projekt Temelin wird immer mehr zu einem technischen und ökonomischen Desaster. Die Entwicklung gibt den Kritikern des Projektes Recht", erklärte Pavlovec.

Kritik auch von Rudi Anschober
"Das AKW Temelin entwickelt sich zunehmend zu einem technischen und ökonomischen Desaster", kritisierte auch der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober. In den vergangenen Monaten habe es wiederholt Probleme in Block 1 gegeben, die Turbinen seien offensichtlich nicht für einen störungsfreien Dauerbetrieb geeignet. Man werde den Druck gegen einen Weiterbau Temelins in intensiver Zusammenarbeit mit den tschechischen NGOs weiter verstärken. "Die österreichische Bundesregierung muss endlich ihren Anti-Atom-Tiefschlaf beenden und klare Signale Richtung Tschechien senden", forderte Anschober.

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