Do, 23. November 2017

Gute Bilanz 2009

29.10.2009 09:53

Sommertouristiker kommen mit „blauem Auge“ weg

Einmal tief durchatmen! Das ist bei Kärntens Touristikern angesagt, denn die endgültige Bilanz für den Sommer ist da. Ein Minus von 1,2 Prozent bei den Übernachtungen bedeutet, dass die Tourismuswirtschaft mit einem blauen Auge davongekommen ist. Während der Saison hatte man dramatischere Einbrüche befürchtet.

Die Zahlen liegen der "Krone" vor und sie beinhalten etliche interessante Details: 3,22 Millionen Nächtigungen sind österreichischen Gästen zu verdanken; 267.776 Nächtigungen „sammelten“ Kärntner, die im eigenen Land urlaubten.

Der größte „Brocken“ der 5,45 Millionen Ausländernächtigungen entfiel wie immer auf die Gäste aus Deutschland – in Summe 3,5 Millionen. Allerdings bedeutet das ein Minus von drei Prozent zum Vorjahressommer. Dahinter rangieren – auch schon traditionell –  die Holländer: 846.617 Nächtigungen. Am unteren Ende der Bilanz finden sich die Urlauber aus Island und Zypern, die es auf 134 bzw. 170 Nächtigungen brachten.

Dass der Tourismus mit einem relativ geringen Minus davonkam, ist auch dem starken September zu verdanken – allerdings mit Einschränkungen. Bad Kleinkirchheim (-11,4%), Seeboden (-1,2%), Heiligenblut (-8,2%) und auch das Lesachtal (-6,4%) mussten Einbrüche hinnehmen.

Ein Blick in die langjährige Statistik zeigt allerdings: Auch die 8,68 Millionen Übernachtungen sind ein Klacks gegen jene 16,9 Millionen, die es im Sommer 1980 zu bejubeln galt.

Tourismusreferent Josef Martinz (VP) sieht die nunmehrigen Zahlen aber durchaus positiv: "Das Sommer-Minus von Mai bis September ist weit geringer ausgefallen als von vielen anfangs heraufbeschworen. Der Tourismus hat sich von allen Branchen als ziemlich krisensicherer Faktor in der Kärntner Wirtschaft herauskristallisiert."

Martinz will jetzt massiv den Winter bewerben: "Es gibt verstärkte Aktivitäten auf den Nahmärkten und im Inland. Der Inlandsgast ist ein treuer Gast. Den Anteil der Inländernächtigungen können wir aber noch deutlich verbessern."

von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"

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