Investition

Mehr Geld für Kärntens Landärzte

Kärnten
22.02.2018 15:01
Porträt von Christian Spitzer
Von Christian Spitzer

Eine Pensionierungswelle und die permanente Abwanderung von jungen Ärzten ins Ausland lassen in Kärnten die Alarmglocken schrillen. Vor allem auf dem Land scheint die medizinische Versorgung gefährdet. Finanzielle Anreize sollen mehr Mediziner davon überzeugen, eine Landarztpraxis zu übernehmen.

Ein dreiteiliges Maßnahmenpaket soll die allgemeinmedizinische Versorgung auf dem Land stärken und attraktiver machen. Ärzte, die sich im ländlichen Bereich ansiedeln, sollen eine „Erschwerniszulage“ erhalten. „Das wären 2000 Euro pro Quartal für Ärzte, die allein in einer Gemeinde praktizieren. In Gemeinden mit zwei Ärzten werden 1000 Euro ausbezahlt“, erklärt GKK-Direktor Johann Lintner. Dafür seien insgesamt 400.000 Euro im Budget reserviert worden.

Honorierungsmodell mit 1,2 Millionen 
 Außerdem soll mit einem neuen Honorierungsmodell, für das 1,2 Millionen Euro bereitgestellt sind, das persönliche Engagement der Landärzte besser abgegolten werden. Weitere 700.000 fließen in die Schaffung neuer Kassenplanstellen in der Allgemeinmedizin. 4,8 Millionen Euro werden in den Ausbau von Facharztstellen fließen. Der dritte Teil des Maßnahmenpaketes sieht den verstärkten Ausbau von Gruppenpraxen vor.

So rasch wie möglich handeln
 Um in den nächsten zehn Jahren nicht plötzlich mit dem Rücken zur Wand zu stehen, müsse so rasch wie möglich gehandelt werden. „Wir haben eine anstehende Pensionierungswelle, die uns den Schauer über den Rücken laufen lässt. Wir können nur hoffen, dass viele Kollegen möglichst lange weiterarbeiten“, schildert Ärztekammerchefin Petra Preiss die Situation.

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