Mo, 19. Februar 2018

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09.02.2018 17:53

Walter Alge Entwurf

Die meisten kennen ihn als Drehorgelspieler bei Veranstaltungen im ganzen Land. Was viele nicht wissen: Walter Alge ist Vorarlber- ger, der sich in Kärnten erst einleben musste.

„Ich hab immer gesagt, ich werde Vorarlberg nie verlassen.“ An diesem Vorsatz ist Walter Alge gescheitert. Seit 40 Jahren lebt der Lustenauer in Kärnten.

„Die Liebe hat mich hier- her verschlagen.“

Ehefrau Elisabeth klärt auf: „Aber ich war es nicht, das war eine andere!“ – „Man darf es halt nicht nur einmal probieren“, scherzt Alge, der sich in Kärnten erst einleben musste.

„Ich war es nicht gewohnt, dass man in Gesellschaft sofort mit jedem bester Freund ist. Ich halte vom Wort Freund viel, das kann man sich nicht in zwei Minuten erwerben“, erzählt Alge.

Dass er ein „Xiberger“ ist, kann man auch heute nicht überhören. „Der Lustenauer Dialekt ist extrem, den wird man nicht so leicht los.“

Mittlerweile haben sogar Meiseldinger seine Ausdrücke angenommen. Wenn es etwa heißt: „Gemma das Kapellili anschauen“ (gemeint ist die Kapelle). Oder wenn der Tischlermeister übers Klötzle (Holzklotz) spricht.

Noch besser bekannt ist Walter Alge vielen als Drehorgelspieler. Jeden Samstag in St. Veit oder beim Altstadtzauber in Klagenfurt bringt er das seltene Instrument zum Einsatz.

„Mein Bruder aus Zürich hat mir die Drehorgel vor zwölf Jahren empfohlen, weil der Besitzer verstorben war. Am Anfang hatte ich echt Sorge, dass mich die Kärntner damit auslachen.“

Es kam ganz anders: Der erste Auftritt beim Meiseldinger Kirchtag schlug ein. „Es war ein enormer Widerhall. Danach ging es richtig los“, erinnert sich Alge, der seit 35 Jahren auch Mitglied des technischen Stabes beim KAC ist. Nicht nur deshalb wird Kärnten weiter sein Zuhause bleiben.

Walter Alge im "Krone"-Wordrap:

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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