Sa, 24. Februar 2018

Aktion in Cottbus

01.02.2018 15:43

Rechte verteilen Pfefferspray gegen Flüchtlinge

Die ostdeutsche Stadt Cottbus ist in den letzten Monaten immer wieder wegen rechtsextremer Gewalt und Problemen mit aggressiven Flüchtlingen in die Schlagzeilen geraten. Als Reaktion auf wiederholte gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Asylwerbern haben nun Rechte Pfefferspray an Passanten in der Innenstadt verteilt. Laut Medienberichten verteilten sechs Männer nicht nur das Reizgas, sondern auch Flyer mit dem Logo der rechtsextremen NPD.

Eine Einheit der Bereitschaftspolizei stoppte die Aktion am Mittwochabend. Gegen die Männer im Alter von 17 bis 32 Jahren wird nun laut einem Bericht von "Spiegel Online" wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Die Kundgebung war nämlich nicht ordnungsgemäß angemeldet. Nicht verteilte Pfeffersprays und Flugblätter beschlagnahmte die Polizei.

Streit unter Syrern endet mit Festnahme
Nur wenige Stunden zuvor war es zu einer Gewalttat bei einem Einkaufszentrum in der Nähe gekommen. Dort waren mehrere Syrer in Streit geraten, der schließlich in eine Schlägerei ausartete. Ein 21-Jähriger schlug dabei einem jüngeren Landsmann mehrmals ins Gesicht. Der mutmaßliche Aggressor wurde festgenommen.

Aufnahmestopp für Flüchtlinge
Rechtsextreme Aufmärsche, Gewalt zwischen Asylwerbern und Deutschen - Cottbus kommt seit Monaten nicht zur Ruhe. Die Stadtregierung hat mittlerweile erste Konsequenzen gezogen und die Polizeipräsenz aufgestockt. Zudem beschloss die Landesregierung von Brandenburg, dass Cottbus bis auf Weiteres keine Flüchtlinge aufnehmen darf.

Wie es um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bestellt ist und was Stadtbewohner von den jüngsten Maßnahmen halten, erzählen sie in diesem Video:

Gabor Agardi
Redakteur
Gabor Agardi
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