Mi, 25. April 2018

Schiefe Optik

25.05.2009 11:59

Erhielt Landesrat Umwidmung zu schnell?

Ein Grundstückskauf, der bereits mehr als drei Jahre zurückliegt, sorgt derzeit für politischen Zündstoff im Burgenland. Landesrat Helmut Bieler (SPÖ) soll laut einem Medienbericht Verfahrenshilfe bei der Umwidmung seines Baugrundes in Anspruch genommen haben. Die ÖVP verlangt prompt Aufklärung.

Es kann ein langer Weg sein, bis Grünland zu Bauland wird. Im Falle von Helmut Bieler dauerte dieses Verfahren allerdings nur wenige Wochen, berichtete das Nachrichtenmagazin „profil“.  Der SP-Politiker hatte sich für ein Grundstück in seinem Geburtsort Bernstein entschieden. Und noch der Verkäufer reichte, um den Ablauf zu beschleunigen, um ein sogenanntes vereinfachtes Verfahren ein.

"Das steht jedem Burgenländer frei", betont Bieler. In seinem Falle war der Gemeinderatsbeschluss einstimmig, und auch in der Landesregierung habe man ihm keine Prügel in den Weg gelegt."

ÖVP fordert "rasche Aufklärung"
Bieler weiter: "Persönlichen Vorteil habe ich daraus keinen gezogen. Der Beschluss kam im Februar 2006, das Fertigteilhaus wurde dann erst im Juli aufgestellt." Er vermutet hinter der Sache einen politisch motivierten Grund. Und dürfte damit nicht so falsch liegen. Schon Sonntag forderte VP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz eine "rasche Aufklärung der fragwürdigen Umstände".

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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