Mi, 25. April 2018

Wirtschatskrise

21.05.2009 10:28

WK-Chef: "Mehr Aufträge für heimische Firmen"

Das Hemd ist einem näher als der Rock: "Wer regional einkauft und Aufträge an die burgenländischen Unternehmen vergibt, sichert Arbeitsplätze und Lebensqualität im Burgenland." Das ließ Wirtschaftskammerchef Peter Nemeth (Bild) bei einer Tagung in Oberwart hören. Er sieht die Krise "realistisch-optimistisch".

Beim Wirtschaftsparlament Dienstagabend in Oberwart ging es um die künftige Konjunkturentwicklung. Wobei Nemeth die Vermarktung der "Konjunkturpakete" durch die öffentliche Hand hart kritisierte.

Öffentliche Großprojekte aufgeschoben
Rund 55 Prozent der heimischen Betriebe nützten das Angebot nicht, die Aufträge des Staates und des Landes seien rückläufig. Der Kammerchef: " Große Bau- und Infrastrukturprojekte stecken fest, die Verwirklichung wird aufgeschoben oder von einzelnen
Gruppen verhindert."

"Fatale Folgen" für Arbeitsmarkt drohen"
Diese jüngste Entwicklung könne "fatale Folgen" für den Arbeitsmarkt im Burgenland haben. Der Rückgang an Aufträgen mache vielen zu schaffen, war bei der Tagung immer wieder zu hören.

Auftragsverluste von bis zu 70 Prozent für Industrie
Gast beim "Wirtschaftsparlament" war die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna Maria Hochhauser. Sie sprach von der schwersten Konjunkturkrise seit 1950. Manche Industriesparten hätten Auftragsverluste von 70 Prozent hinnehmen müssen. Sie sieht aber "erste Anzeichen einer Entspannung".

von Harald Pearson, Kronen Zeitung

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