Mi, 25. April 2018

90.000-Euro-Betrug

06.05.2009 11:45

Anwalt soll Klientengelder veruntreut haben

Ein Kärntner Rechtsanwalt soll mindestens 90.000 Euro an Klientengeldern veruntreut zu haben. Der aufsehenerregende Fall wurde nun bei der Klagenfurter Staatsanwaltschaft angezeigt. Der verdächtige Jurist - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - darf seinen Beruf derzeit nicht ausüben.

Der Jurist musste alle Geschäfte einem Stellvertreter übergeben, der von der Anwaltskammer bestellt wurde. Dies sei eine einstweilige Maßnahme, so Anwaltskammerpräsident Gernot Murko, um die Klienten zu schützen.

Umfangreiche Kanzleiüberwachung
Aufgeflogen war die Causa, weil bei der Kammer Beschwerden über den Betroffenen eingelangt waren. Dann sei man, so Murko, auf Unregelmäßigkeiten mit Treuhandgeldern gestoßen. Was folgte, war eine umfangreiche Kanzleiüberwachung, drei Veruntreuungsfälle hat der Anwalt inzwischen zugegeben. Welche Klienten betroffen sind, war vorerst nicht bekannt.

In Kärnten gibt es derzeit 256 Anwälte, die letzte gerichtliche Verurteilung gab es im Jahr 2004. Damals wurde ein Rechtsanwalt zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er 335.000 Euro veruntreut hatte.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden