Mo, 19. Februar 2018

Bergnot

21.09.2008 19:03

Zwölf Bergsteiger vom Großen Priel gerettet

Unfassbarer Leichtsinn eines Bergsteiger-Paars in Hinterstoder: Trotz hüfthohem Schnee und dichtem Nebel bestiegen die beiden Tschechen den Großen Priel in Turnpatscherln und ohne Handschuhe! Zum Glück stießen sie zu einer Gruppe, die mit Kleidung aushalf, als sich alle verirrten und von Bergrettern geborgen werden mussten. Einer der beiden Halbschuh-Touristen erlitt aber schwerste Erfrierungen.

Eine Buchhalterin (30) und ihr Freund (32) starteten schlecht ausgerüstet ihre Tour, obwohl seit Tagen bis zu 75 Zentimeter Schnee am Berg liegen. Zudem gibts am Bert Rinesch-Klettersteig überhängende Leitern. "Schon im Sommer nicht ohne", schüttelt ein Polizist den Kopf.

Auf der Hälfte der Strecke traf das Paar zehn Landsleute, die von zwei Tourengehern geführt wurden und vorbildlich ausgerüstet waren. Gemeinsam ging es weiter - und das war ein Glück für die Halbschuh-Touristen: Denn beim Abstieg vom 2515 Meter hohen Großen Priel verirrte sich die ganze Gruppe im dichten Nebel, konnte in 2400 Metern Höhe nicht mehr weiter. Die Bergkameraden versorgten das bibbernde Paar mit dicken Socken und ihren Ersatz-Handschuhen.

Um 21.20 Uhr ging per Handy der Notruf bei der Polizei ein, 13 Bergretter und ein Alpinpolizist stiegen sofort auf, kämpften sich durch den hüfthohen Schnee.
"Sie riskierten ihr eigenes Leben", sagt Bergrettungs-Sprecher Siegfried Passek aus Traunkirchen. Um 3.10 Uhr früh wurde die Gruppe gefunden, der 32-jährige Tscheche musste mit Erfrierungen ins Krankenhaus.

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