Sa, 25. November 2017

Tödliche Gewitter

31.07.2008 20:15

53-Jährige ertrank in Hochwasser

Die heftigen Gewitter und Regenfälle forderten nun in Oberösterreich sogar ein Todesopfer: Eine 53-jährige Frau wollte ihren Bruder in Bad Leonfelden besuchen, wurde auf der Zufahrt vom sonst harmlosen Weigetschläger Bach mehr als 200 Meter weit mitgerissen und konnte nur noch tot geborgen werden. Sie war hilflos ertrunken.

Die Gummistiefel wollte der Nebenerwerbsbauer Manfred M. aus Bad Leonfelden seiner Schwester bringen, sie sollte beim Durchqueren der überschwemmten Zufahrt nicht nass werden. Er hatte die Linzerin Maria M. (53) zuvor durch das Gewitter zu sich nach Hause gefahren, die Brücke zum Hof über den normalerweise kleinen Weigetschläger Bach stand aber unter Wasser. Als er mit den Stiefeln wiederkam, saß seine Schwester aber nicht mehr im Auto, war von den Wassermassen weggerissen worden. Erst 220 Meter weiter wurde sie angespült, Passanten fanden die Frau, alarmierten den Notarzt, doch er konnte sie nicht wiederbeleben, sie war hilflos ertrunken.

Unwetter mit Überflutungen gab es viele in Oberösterreich, besonders im Gebiet Reichenthal, wo neun Feuerwehren Keller auspumpten. In ein Dach in St. Stefan am Walde schlug sogar der Blitz ein, doch der Nachbar und Feuerwehrmann Klaus Teufelsbrucker reagierte schnell: „Ich bin mit einem Feuerlöscher und einer Hacke rübergerannt, die Bäuerin hat mir aufgesperrt. Durchs Fenster bin ich aufs Dach gestiegen, hab mit der Hacke ein paar Ziegel weggeschlagen und den Brand gelöscht“, so der 32-jährige Elektriker.

In Kirchbach (Steiermark) wurden zahlreiche Begräbnisgäste von Hagelkörnern verletzt.

 

Symbolfoto: Jürgen Radspieler

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