Do, 23. November 2017

Behandlungsfehler

07.07.2008 20:08

1,82 Millionen Euro für Patienten

„Wir sind die Anlaufstelle Nummer eins, wenn sich Patienten schlecht oder falsch behandelt fühlen“, so Renate Hammer, Chefin der oö. Patienten- und Pflegevertretung: „Im Jahr 2007 gab’s 535 schriftliche Beschwerden und monatlich 700 Telefonanfragen zu medizinischen Problemen.“ Konkret wurden 184 Oberösterreicher wegen medizinischer Mängel mit 1,82 Millionen Euro entschädigt.
Insgesamt hat man im Vorjahr in den oberösterreichischen Krankenhäusern rund 475.000 stationäre und etwa 1,3 Millionen ambulante Patienten betreut.


„Während sich im Jahr 2006 noch 34 von 100.000 Patienten bei uns beschwerten, waren es 2007 nur mehr 30 von 100.000“, erklärt Renate Hammer. „Das hängt vor allem mit der steigenden Qualität unserer Spitäler zusammen“, meint Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger: „Obwohl es weniger Probleme gab, sind die finanziellen Entschädigungen nach Behandlungsmängeln um 140.000 Euro höher als 2006.“


Mit einer Gesamtentschädigungssumme von 1,82 Millionen Euro wurde 184 Oberösterreichern geholfen: „In 68 Fällen zahlten direkt die Spitäler, in den restlichen 116 Fällen konnten wir als Patientenvertretung außergerichtlich Geld einfordern“, so Hammer.


Die meisten Komplikationen gab’s in den chirurgischen Bereichen, wie auf der Orthopädie und im Bereich der inneren Medizin.


Die „Beschwerde-Hitliste“ führt das Allgemeine Krankenhaus Linz an, gefolgt vom Klinikum Wels und dem Linzer UKH.


Foto: Jürgen Radspieler
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