Do, 14. Dezember 2017

Großer Andrang

16.06.2008 19:54

Streik ließ Telefone in Notrufzentralen übergehen

Alle 13 Sekunden klingelte am Montag der Ärzte-Notruf bei Rotem Kreuz und Samariterbund! Viele Patienten hatten den angekündigten Ärztestreik verschwitzt und standen vor geschlossenen Praxen. In Linz und Steyr wurden extra die Ordinationen beim Roten Kreuz aufgesperrt, um den Andrang abzuwehren.

„Es gab wegen des Ärztestreiks sechs Mal mehr Anrufe als sonst“, sagt Rot-Kreuz-Präsident Leo Pallwein-Prettner. Allein in der Linzer Zentrale läutete von 6 bis 11.30 Uhr 862-mal das Telefon. „Die meisten Anrufer wollten wissen, warum ihr Arzt zu hat und wo der nächste zu erreichen ist. Bei dringenden Fällen haben wir den Bereitschaftsdienst vermittelt, bei Angelegenheiten wie Krankschreibungen oder Hustenbeschwerden konnten wir die Leute meist auf den nächsten Tag vertrösten“, sagt etwa Disponent Franz Hauzenberger.

In den Spitälern gab es nur in den Ambulanzen des Linzer Kinderkrankenhauses und der Gmundner Klinik merklich mehr Andrang. „Wir waren aber froh, dass im Linzer AKH die HNO-Ambulanz offen hatte“, so Marcus Schweighofer aus Traun, der für seine Tochter Diana (6) wegen starker Ohrenschmerzen rasch Hilfe suchte.

„Die hohe Zahl an Anrufen zeigt, dass die Rolle der niedergelassenen Ärzte sehr wichtig ist“, sagte Kurienobmann Dr. Oskar Schweninger. Mehr als 95 Prozent der Praktiker hatten bei der Ärztekammer gemeldet, dass sie beim Streik mitmachen. „Die Politik kann das nicht ignorieren“, hofft der oö. Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser.

 

Foto: Ernst Vitzthum

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