Kaufberatung: Finden Sie mit uns das beste Produkt in unserem Rollator Vergleich 2021

Ein kurzer Überblick
  • Ein Rollator ist eine Gehhilfe für all jene, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und sich beim Laufen oder Gehen unsicher fühlen.
  • Ein großer Unterschied der Modelle ist die Möglichkeit, den Rollator zu falten oder zu klappen. Der folgende Ratgeber zeigt, dass der faltbare Rollator stehen bleibt, wohingegen der klappbare Rollator mit einer stabilen Sitzfläche punktet.
  • Rutschfeste Reifen, Griffe auf der passenden Höhe, eine Ankipphilfe und weitere Details machen einen Rollator besonders komfortabel.

rollator test

Rollatoren erleichtern Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, den Alltag. Der Rollator ist ein Hilfsmittel für Senioren und Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Sie können damit alleine einkaufen oder spazieren gehen, Freunde und Familie besuchen und sich in der eigenen Wohnung selbstständig und sicher bewegen. Kranken- und Pflegeversicherungen unterstützen die Anschaffung finanziell. Dabei ist es wichtig, dass das Gerät sicher und alltagstauglich ist. Es muss sich zusammenlegen und gut manövrieren lassen.

Der nachfolgende Ratgeber der Krone.at-Redaktion beantwortet viele der Fragen dazu, was einen guten, sicheren und komfortablen Rollator ausmacht. Welche Modelle in Frage kommen, welche Ausstattungsmerkmale einen Rollator zum besten Rollator machen und wie viel Komfort ein Rollator bieten muss, verrät der folgende Ratgeber.

1. Für welchen Einsatzbereich sind Rollatoren geeignet?

Personen mit einer Gehbehinderung brauchen eine funktionelle und sichere Hilfe für mehr Mobilität im Alltag.

1.1. Was unterscheidet Modelle für draußen und drinnen?

rollator-leicht-und-faltbar

Ein Rollator unterstützt Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, dabei, ein selbstständiges Leben zu führen.

Besser bekannt ist dieses Hilfsmittel als Gehwagen für draußen oder als Rollator.

  • Rollatoren für draußen sind wahre Allrounder. Im Gehwagen-für-draußen-Test haben sie sich sogar als idealer Rollator für die Wohnung und für draußen erwiesen. Die meisten Rollatoren stammen aus dieser Kategorie. Die Standardbreite eines Rollators liegt zwischen 60 und 70 cm.
  • Rollatoren für drinnen sind sehr kompakt gestaltet. Sie haben meist keine Sitzfläche und nur kleine Rollen. Sie sind für Kurzstrecken ausgelegt und in der Wohnung besonders wendig und leicht zu handhaben. Um problemlos in der Wohnung manövrieren zu können, sollte das Indoor-Modell, der Rollator für die Wohnung, so schmal wie nur möglich sein. Wichtig ist dabei, dass er breit genug ist, um stabil zu gehen und zu stehen. Indoor-Modelle sind meist maximal 55 cm breit.

1.2. Welche Vor- und Nachteile bringen klappbare und faltbare Modelle mit?

Zudem wird in puncto Bauart in klappbare und faltbare Rollatoren unterschieden, die diese Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Typen-Bezeichnung Vorteile Nachteile
Der faltbare Rollator + günstiger Rollator in der Anschaffung
+ leicht zusammenfaltbar
+ bleibt zusammengefaltet stehen
- Sitzfläche besteht nur aus Stoff
Der klappbare Rollator + sehr stabil
+ günstiger Rollator in der Anschaffung
+ durchgängiger Kunststoffsitz, meist mit Polsterung
+ stabile Sitzfläche
- meist aus Stahl
- hohes Gewicht
- schwieriger zusammenzufalten
- bleibt oft zusammengefaltet nicht stehen

Fazit der Krone.at-Redaktion: Faltbare Rollatoren lassen sich platzsparend zusammenfalten. Das Klappmaß ist sehr gering. Das liegt daran, dass die Sitzfläche aus textilem und flexiblem Material ist. Der Rückenbügel aus robustem Kunststoff ist ebenfalls faltbar. Die Gehhilfen sind absolut alltagstauglich. Der leichte und faltbare Rollator “Butterfly” ist das ideale Modell für alle, die gerne und viel verreisen. Selbst im Treppenhaus können Sie diesen Rollator leicht händeln.
Klappbare Rollatoren lassen sich ebenfalls zusammenlegen. Allerding sind nur die Hinterräder nach vorne und die Sitzfläche nach oben klappbar. Damit sind die Gehhilfen in zusammengeklapptem Zustand um einiges größer als die faltbaren Modelle.

2. Kaufberatung: Welche Ausstattung ist für die Sicherheit des Gehwagens wichtig?

Es gibt verschiedene Hersteller, die Gehhilfen produzieren. Zu den bekanntesten zählen Antar, Drive Medical, Invacare, Russka, Scala und Topro. Die Marke ist bei der Entscheidung für einen bestimmten Rollator nicht das entscheidende Kriterium. Viel wichtiger sind die Anforderungen an Qualität und Ausstattung, die Sicherheit und der Komfort für den Nutzer. Wenn die gewünschte Gehhilfe in allen Punkten zu den persönlichen Ansprüchen passt, muss das kein Produkt von einem renommierten Hersteller sein.

Der Gehwagen ist gedacht für Menschen, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, die nicht mehr die Kraft haben, sich ganz alleine fortzubewegen. Deshalb sind Stabilität und Sicherheit die wichtigsten Kriterien, die beim Kauf zu beachten sind. Verschiedene Faktoren sind hier von Bedeutung.

2.1. Reifen, Räder und Bremsen: Wie gut ist die Stand- und Kippsicherheit?

rollator-gehhilfe-bremse

Die besten Rollatoren haben eine Hand- und eine Feststellbremse.

Der Gehwagen muss sicher stehen, wenn sich der Nutzer auf die Sitzbank setzt oder mit seinem ganzen Gewicht darauf abstützt. Ansonsten kann es zu schwerwiegenden Unfällen oder Stürzen kommen – mit weitreichenden Folgen.

Achten Sie auch auf diese Details, bevor Sie einen Rollator kaufen:

  • Eine angemessene Reifenbreite sorgt für guten Bodenkontakt. Große Räder oder Luftbereifung sind viel leichter zu handhaben als ein Gerät mit kleinen Kunststoffrollen. Rollatoren mit Luftbereifung schneiden in diversen Rollator-Tests im Internet häufig sehr gut ab.
  • Wendige Gehhilfen haben schwenkbare Vorderräder. Die Räder müssen gut in der Spur laufen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  • Gute Rollator-Bremsen verleihen der Gehhilfe einen sicheren Stand und bremsen Sie auf abschüssiger Strecke ein. Alle Gehhilfen dieser Art sind mit einer zuverlässigen Handbremse und einer Feststellbremse für einen sicheren Stand ausgestattet. Diese Ausstattung gehört zum Bremsen-Standard bei Rollatoren.
  • Reflektoren sorgen für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln.

Tipp: Vor dem Kauf ist es sehr wichtig, das eigene Körpergewicht zu wissen. Rollatoren haben ein maximales Benutzergewicht, das Sie unbedingt beachten müssen. Wenn der Nutzer das Maximalgewicht überschreitet, beeinträchtigt dies Stabilität und Sicherheit.

2.2. Wie sinnvoll sind ergonomisch geformte Griffe?

Ergonomisch geformte Griffe geben ein gutes Gefühl und sicheren Halt. Allrounder-Modelle sind auf eine zweihändige Bedienung ausgelegt. Die meisten Modelle haben deshalb zwei getrennte Handgriffe. Die kompakteren Modelle haben teilweise einen durchgehenden Handgriff.

Für mehr Sicherheit haben sie einen Überzug aus rutschfestem Gummi. Die Handgriffe sind höhenverstellbar. Sie lassen sich ohne jegliches Werkzeug verstellen. Die Gehhilfe ist damit individuell an jeden Nutzer anpassbar.

2.3. Welche Rollatoren sind besonders leicht?

Ein leichter Rollator lässt sich mit einem viel geringeren Kraftaufwand bewegen. Über das Gewicht entscheidet in erster Linie das verwendete Material:

  • Rollatoren aus Carbon sind besonders leicht, allerdings auch sehr teuer.
  • Ein Aluminium-Rollator bringt weniger Gewicht auf die Waage.

Standardmodelle wiegen etwa zehn Kilogramm. Die Modelle aus leichteren Materialien (Carbon-Rollatoren, Aluminium-Rollatoren) kommen auf fünf bis acht Kilogramm. Weitere Details zu Material, Verarbeitung, Gewicht in kg und Sitzfläche in cm lassen sich im Rollator-Vergleich 2021 nachlesen. Der Rollator “Butterfly” ist das bekannteste Leichtgewicht unter den Rollatoren.

2.4. Welches Zubehör sorgt laut diversen Rollatoren-Tests für mehr Benutzerkomfort?

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Ein Korb, in dem Einkäufe untergebracht werden können, ist ein nützliches Detail des Rollators.

Für eine komfortable Nutzung sind seine Maße in cm entscheidend. Ein schmaler Rollator ist für die Wohnung besser geeignet. Dafür ist er weniger stabil.

Weiterhin wichtig für den Komfort sind, laut diversen Rollator-Tests im Internet, folgende Fakten:

  • Griffhöhe: Der Rollator sollte höhenverstellbare Griffe haben, die sich individuell auf den Nutzer anpassen lassen. Eine Unterarmauflage bietet je nach Bedarf zusätzlichen Komfort.
  • Sitzhöhe: Bei vielen Modellen ist die Höhe des Sitzes nicht verstellbar. Beim passenden Rollator sollte der Sitz weder zu hoch noch zu tief sein. Besonders komfortabel sind gepolsterte Sitzbänke.
  • Rückenlehne: Um sich beim Sitzen zurücklehnen zu können, ist eine Rückenlehne ideal.
  • Ankipphilfe: Mit einer Ankipphilfe lassen sich Bordsteine leichter bewältigen.
  • Elektromotor: Mit einem motorgetriebenen Rollator muss der Nutzer nicht mehr aktiv schieben. Der Umgang erfordert allerdings etwas Übung.
  • Tasche oder Korb: Darin lassen sich Einkäufe einfach verstauen.
  • Stockhalter: Wer kurze Wege noch ohne den Rollator gehen kann, hat in einem integrierten Stockhalter eine große Hilfe.
  • Klingel: Bei einigen Modellen ist eine Klingel angebaut. So verschaffen Sie sich spielend leicht Gehör.

3. Liegen Testergebnisse von Stiftung Warentest oder dem Verbrauchermagazin Öko-Test vor?

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Ein leichtes Gestell und ein Halter für den Stock machen den Rollator sehr komfortabel.

Gehwägen standen zuletzt 2019 auf dem Prüfstand. Getestet hat die Stiftung Warentest vier Standardmodelle aus Stahl und auch leichtgewichtige Aluminium- und Carbonmodelle. Auf dem Prüfstand waren Modelle der Hersteller Topro, Russka und Dietz im Preisbereich zwischen 60 und circa 550 Euro. Nur zwei Modelle haben im Test die Bewertung gut bekommen. Der Rollator-Testsieger lag im mittleren Preissegment. Die Modelle im unteren Preisbereich haben alle schlecht abgeschnitten.

Die Tester von Öko-Test haben im Jahr 2011 zehn Gehwägen getestet. Dabei ging es auch um die Modelle, die es auf Rezept gibt. Insbesondere diese Modelle waren eher unbequem, unpraktisch und ungelenk. Schon aus Sicherheitsgründen lohnt es sich, den Experten zu folgen, um auf den besten Rollator umzusteigen.

4. Wie teuer ist ein Rollator?

Wartung und Reparatur

Es ist auch möglich, sich seinen Gehwagen selbst zu kaufen. Dann muss sich der Nutzer allerdings auch selbst um Wartung und Reparaturen kümmern und bei Bedarf auch Ersatzteile für den Rollator besorgen.

Im Discounter und Sanitätshaus gibt es die Standardmodelle bereits ab 50 Euro. Die leicht- gewichtigen, etwas komfortableren Modelle kosten rund 600 Euro.

4.1. Rollator auf Rezept beantragen: Wie bekomme ich einen Rollator von der Krankenkasse?

Senioren, die auf einen Rollator angewiesen sind, sollten sich zunächst über die Konditionen für die Zuzahlung bei ihrer Krankenkasse informieren und einen Rollator beantragen. Im nächsten Schritt sollte der Arzt ein entsprechendes Rezept ausstellen. Damit bekommen Betroffene einen entsprechenden Rollator auf Rezept – und zwar vom Vertragspartner der Krankenkasse.

Dieser bleibt in der Regel Eigentum des Händlers. Für Wartungen und Reparaturen kommt dann die Krankenversicherung auf. Denkbar ist diese Option dann, wenn der Einsatz vorübergehend ist, wie beispielsweise für Menschen, die nach einer Operation auf die Gehhilfe angewiesen sind, aber nicht im Rollstuhl sitzen müssen.

4.2. Wann bezahlt die Krankenversicherung ein teures Modell?

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen keinen Standard-Rollator nutzen können, muss der Arzt dies entsprechend im Rezept vermerken und detailliert begründen. Dann übernimmt die Krankenkasse auch die Mehrkosten für ein geeigneteres Modell.

Eine andere Möglichkeit, um ein besseres Modell zu bekommen, ist eine sogenannte wirtschaftliche Aufzahlung, die in der Regel zwischen 100 und 300 Euro beträgt.

5. Wichtige Fragen und Antworten rund ums Thema aus der Krone.at-Redaktion

5.1. Wann ist ein Rollator sinnvoll?

Wer nicht mehr gut selbstständig laufen kann, häufig hinfällt, Beschwerden in den Gelenken hat oder nach einer Operation nicht mehr richtig gehen kann, sollte seinen Arzt fragen, ob ein Rollator sinnvoll ist. Es gibt auch mehrere Hersteller, die spezielle Rollatoren für Kinder mit eingeschränkter Gehfähigkeit anbieten. Wer einen Rollator nutzt, obwohl er ihn eigentlich noch nicht bräuchte, kann mit der Zeit das selbstständige Laufen verlernen, weil er seine eigenen Fähigkeiten nicht mehr trainiert.

5.2. Darf der Rollator im Treppenhaus stehen?

Rollatoren dürfen in Österreich im Treppenhaus stehen, wenn sie niemanden beeinträchtigen, so lautet eine Entscheidung des Landgerichts Graz. Unser Tipp lautet: Zusammengeklappt stört der Gehwagen im Eingangsbereich weniger, so haben Nachbarn weniger Grund für eine Beschwerde. Wer ganz sichergehen will, kann sich bei der zuständigen Behörde eine sogenannte Abstellgenehmigung einholen.