Die Erhaltung der vielfältigen Fauna und Flora steht in den sechs burgenländischen Naturparks - vom Naturpark Neusiedler See-Leithagebirge im Norden bis zum Naturpark Raab-Őrség-Goričko im Süden - im Vordergrund. Der jüngste von ihnen - der Naturpark Rosalia-Kogelberg - liegt am Ostrand des Wiener Beckens. Die Landschaft ist durch die Gebirgszüge des Ödenburger- und des Rosaliengebirges sowie durch das weitläufige, fruchtbare Wulkatal gekennzeichnet.
Geprägt von sanften Hügeln, ausgedehnten Wäldern, blühenden Streuobstwiesen und beeindruckenden Aussichtspunkten bietet der 13 Gemeinden im Bezirk Mattersburg umfassende Naturpark die idealen Voraussetzungen für Erholungssuchende und Naturliebhaber vom Einheimischen bis zum Gast. Kleinlebensräume wie Hecken, Feldgehölze, Waldreste, Baumgruppen und extensiv genutzte Weingärten geben der Landschaft ein mosaikartiges Aussehen, das ihr zu jeder Jahreszeit einen ganz besonderen Charme verleiht.
Mit Projekten wie der Pacht brachliegender Flächen, sowie Weingärten und Streuobstwiesen (u.a. das Zuhause der gefährdeten Zwergohreule) und der Renaturierung von rund zwölf Hektar Fläche zum Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume, trägt der Naturpark maßgeblich zum Erhalt der Artenvielfalt in der Region bei. Mit der Etablierung eigener Naturpark-Kinderkrippen-Kriterien, die österreichweit anerkannt wurden, führt er bereits die Jüngsten an die Natur vor der eigenen Haustüre heran und vermittelt Bewusstsein auf spielerische Art und Weise.
Diese Bemühungen wurden nun mit der Auszeichnung "Naturpark des Jahres 2025" belohnt - eine Anerkennung, die die Bedeutung dieses besonderen Lebensraumes hervorhebt. Zahlreiche Projekte, die den Schutz wertvoller Lebensräume und die Bewahrung der Biodiversität fördern, haben zu diesem Erfolg beigetragen.
Wandern, Radfahren, Kultur & mehr
Besucher können die Region auf gut beschilderten Wander- und Radwegen erkunden und dabei die intakte Natur und die beeindruckende Artenvielfalt erleben. Zahlreiche Themenwege und Lehrpfade laden dazu ein, mehr über die regionale Flora und Fauna zu erfahren und die Natur bewusst wahrzunehmen.


Foto: TVB Mittelburgenland-Rosalia/lichtclique.at
Als Geheimtipp unter Vogelkundlern gilt etwa das Naturjuwel "Rohrbacher Teichwiesen". Brüten hier doch besonders geschützte Arten wie Nachtreiher, Rohrweihe, Zwergrohrdommel, Tüpfelsumpfhuhn und Weißstorch.
Auch Sportbegeisterten bietet der Naturpark unzählige Möglichkeiten, um in der Natur Kraft zu tanken, etwa beim Radeln oder Wandern. Die Region bietet rund um das Rosaliengebirge sowohl zahlreiche Mountainbike-Strecken, als auch gutbeschilderte Wanderrouten - und auch die Genussradfahrer kommen nicht zu kurz.
Kulturell kommen Besucher ebenso auf ihre Kosten: Über der Region thront die berühmte Burg Forchtenstein, die Europas größte Kunstsammlung beherbergt. Weitere kulturelle Besonderheiten sind das Paulinerkloster in Baumgarten, die Schuh-Mühle in Schattendorf oder die Rosalienkapelle. Landschaftskunstwerke des Künstlers Heinz Bruckschwaiger prägen in Sigleß und Pöttsching das Bild des Naturparks.