Immer wieder hören wir große Worte: Menschenrechte, Völkerrecht, Frieden. Doch was bedeuten sie noch, wenn sie im Ukrainekrieg, in Gaza, im Konflikt mit dem Iran, in Venezuela und in anderen Krisenregionen so offen missachtet werden? Wenn Machtinteressen über Menschlichkeit gestellt werden, wenn Gewalt zur Sprache der Politik wird und die Energiekrise zusätzlich die Verwundbarkeit unserer Gesellschaft offenlegt, dann stellt sich eine Frage mit neuer Dringlichkeit: Worin liegt der Sinn des Lebens? Sicherlich nicht im bloßen Streben nach Macht, Einfluss oder wirtschaftlichem Vorteil. Der Sinn des Lebens kann nur dort gefunden werden, wo der Mensch dem Menschen nicht gleichgültig ist. Er liegt in der Achtung der Würde, im Schutz des Schwachen, im Widerstand gegen Zynismus und Verrohung. Eine Welt, die Recht nur noch selektiv gelten lässt, gefährdet nicht nur den Frieden zwischen Staaten, sondern auch das moralische Fundament unseres Zusammenlebens. Gerade deshalb dürfen wir uns an das Unrecht nicht gewöhnen. Die Verteidigung von Menschenrechten ist keine Frage politischer Mode, sondern eine Verpflichtung gegenüber der Menschlichkeit selbst. Im anderen erkennen wir den, der größer ist als wir. Wer den Sinn des Lebens sucht, wird ihn nicht im Lärm der Macht finden, sondern in der stillen Treue zum Gewissen.
Dr. Josef Richard Skumautz, Villach
Erschienen am Di, 7.4.2026
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