Das freie Wort

Die Endlosschleife Migration

Es kann außer Streit gestellt werden, dass die EMRK aus der Zeit gefallen ist und daher angepasst werden muss. Es kann nicht sein, dass jemand Asyl begehrt, der über sichere Grenzen kommt. Daher ist es auch zu begrüßen, dass Österreich gemeinsam mit anderen Ländern einen offenen Brief an die EU richtete, um die Auslegung der EMRK bei Abschiebung straffällig gewordener Flüchtlinge zu hinterfragen. Spät, aber doch, kann man nur sagen. Stocker, der den Brief unterschrieben hat, wird sofort von SPÖ und Neos ob dieses Vorgehens kritisiert. Aber nicht deshalb, weil die Fragestellung nur einen Teil des Problems umfasst, sondern weil für einige Politiker die Flüchtlingskonvention sakrosankt ist. Hier haben wieder einige nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Die ungesteuerte illegale Migration legt sich wie ein Krake über alle Bereiche des täglichen Lebens und bedarf grundsätzlicher Änderungen! Dazu gehört auch die Einschränkung der „Pull-Faktoren“, vor allem der im internationalen Vergleich hohen Zahlungen an Migranten. Kürzlich wurde bekannt, dass eine Flüchtlingsfamilie 9000 Euro monatlich erhält, ohne dass sie jemals in die Sozialtöpfe eingezahlt hat. Die Regierung will diese Zahlungen neu regeln. Auch hier gibt es Meinungsverschiedenheiten. Während für die SPÖ „jedes Kind gleich viel wert ist“, möchte die ÖVP Deckelungen oder zumindest degressive Zahlungen für Familien mit hoher Kinderanzahl. Es ist offensichtlich, dass die SPÖ in Migrationsfragen ein „Weiter wie bisher“ möchte, und das trotz explodierender Schulden. Ein „gutes“ Beispiel hierfür ist Wien mit Schulden von über 12 Mrd. ¤ und jährlichen Ausgaben für die Mindestsicherung von über 1,1 Mrd. ¤. Was sagt uns diese Diskussion? Wie auch das „Sparpaket“ zeigt, sind Einsparungen bei Migranten nicht erwünscht. Daher bleibt Österreich für Migranten weiter hochattraktiv. Die Regierung will weder einsparen noch auf Sachleistungen umstellen. Bezeichnend auch, dass die Diskussion über Bezahlkarten mittlerweile zum Erliegen gekommen ist. Wir haben kein Geld. Und das, was die Regierung an „Einsparungen“ vorgelegt hat, ist völlig unzureichend. Die Schulden werden bis 2029 um weitere 92 Mrd. ¤ steigen. All das zeigt, dass die Regierung nicht verstanden hat, dass Österreich massiv Gefahr läuft, den erreichten Lebensstandard nicht aufrechterhalten zu können. Wir Bürger werden daher ärmer. Wollten das 72% der Wähler?

Dr. Erich Gnad, Wien

Erschienen am Sa, 31.5.2025

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
27.3.2026Datum auswählen
Symbolpolitik statt Lösungen
Österreich hat die unfähigste Regierung der Welt. Diese These mag überspitzt klingen, doch die jüngsten Maßnahmen der Dreierkoalition unter Kanzler ...
Dr. Josef Richard Skumautz
Bremser-Regierung
Alles, was diese Regierung zusammenbringt, bremst alle Vorteile für die Bevölkerung, sonst aber nichts. Es ist schon eine riesige Zumutung, wenn man ...
Friedrich Travnicek
Treibstoffpreise
Wenn die Bürger dieses Landes nicht beinahe die Hälfte ihres Einkommens als Steuern abführen müssten, dann bräuchte es keine Entlastung. Anscheinend ...
Ingrid Nötsch
Spritpreisbremse
Keine Frage, der FPÖ-Plan für die Senkung der Treibstoffpreise hätte für die Autofahrer eine größere Ersparnis gebracht als die nun beschlossene ...
Roland Floh
Anders kann man es nicht sagen
Zur Spritpreisbremse: Österreich ist komplett abgesandelt. Anders kann man es nicht sagen.
Fritz Endl
Was soll das?
Wenn der Treibstoff um 60 Cent mehr kostet und die Steuern 50% betragen, dann hat der Staat Mehreinnahmen von 30 Cent. Was also soll das mit 10 bzw. ...
Alfred Autherith
Benzinpreis-Senkung
Da hatten die Blauen die Idee, den Benzinpreis massiv zu senken – auf kurze Zeit, mit großem Andrang bei einer Tankstelle. Darauf erfolgte eine ...
Peter Kniewallner
Grüne Zustimmung
Nachdem sie sich längere Zeit geziert hatte, verkündete Grünen-Chefin Gewessler die Zustimmung ihrer Fraktion zur Spritpreisreduktion der Regierung. ...
Franz Weinpolter
Wer sagt die Wahrheit?
Wie man es auch immer dreht und wendet, die fast täglichen Falschmeldungen von Donald Trump bezüglich Krieg mit dem Iran überschreiten das ...
Gerhard Forgatsch
Gerüchte oder mehr?
Es mehren sich Meldungen darüber, dass die USA mit dem Iran über eine Beendigung des Krieges verhandeln. Es könnte aber sein, dass das nur Gerüchte ...
Josef Höller
Diktatoren
Sieht man sich die Länder in dieser Welt an, sind es Männer, die diktatorisch ihr Land regieren. Kim Jong-un, Lukaschenko, Putin etc., auch Trump ...
Dipl.-Päd. Stefan Scherz
Neutralität
Immer wieder wird über unsere Neutralität diskutiert, immer mehr Kriege gibt es weltweit. Anstatt sich aus diesen Kriegen herauszuhalten, wird von ...
Leopold Rapp
Gepokert – und verloren
Im Windschatten von Donald Trumps skurrilen Ansprüchen auf Grönland, die ein regelrechtes Zusammenrücken der Dänen hinter ihrer Regierung ausgelöst ...
José Curado
Rindertransport
Man kann diese Bilder vom Rindertransport auf einem alten Schiff von Uruguay in die Türkei kaum ertragen. Viele haben das nicht überlebt und wurden ...
Elisabeth Grill
Alle sechs Monate wieder
Schön, dass manche Menschen und die EU keine anderen Sorgen haben als die Abschaffung der Sommerzeit. Damit beschäftigen sie sich seit Jahren und ...
Stephan Pestitschek
Je größer der Reichtum, umso größer die Gier
Die Kolumne „Klartext“ von Kurt Seinitz vom Donnerstag zeigt wieder einmal drastisch, wie tief die menschlichen Abgründe sein können. Wenn ein ...
Gerhard Hintermeier
Babler-Film
350.000 Euro Steuergeld für den Babler-Kinofilm. So wird unser Steuergeld aus dem Fenster geworfen.
Harald Rauch
Frieden leicht gemacht
Ich bin beeindruckt von der „Schlagkraft“ Brüssels: Wenn Frau von der Leyen Donald Trump und den Iran zur Ordnung ruft, erlaube ich mir sofort ...
Josef Pratsch
Mir fehlt noch was
Für die Zukunft breiter aufgestellter sein, um unabhängiger und krisenfester zu sein. Die Notwendigkeit und Alternativlosigkeit dieser Veränderungen ...
Christian Stafflinger
Worte an die Regierung
Man hört von der Regierung, wir sollen sparen. Frage: Wann fängt die Regierung einmal bei sich selbst zu sparen an? Wir sparen schon lange, weil wir ...
Erwin Weiser
Autofrei und Zeitumstellung
An sich eine gute Idee, wieder einen autofreien Tag einzuführen. Jetzt kommt das große ABER: Was in den 1970er-Jahren funktioniert hat, ist heute ...
Doris Winkler
Luft-Transport
Viele Verpackungen sind oft nur zur Hälfte gefüllt. Man könnte sich viel Lkw-Verkehr sparen, wenn keine Luft mehr transportiert werden würde.
Fritz Trattnig
Einweg-Pfand
Nein, das Einweg-Pfand ist nicht großartig! Denn die Kosten des Systems sind hoch. Vor allem aber ist der PET-Abfall so minderwertig, dass man nur ...
DDr. Michael Stelzl

Voriger Tag
27.3.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt