Das freie Wort

Die andere Seite der Medaille

Ich bin nicht der in letzter Zeit häufig geäußerten Meinung, dass die geplante Erhöhung der Pensionen ungerecht ist. Grundlage der Pensionserhöhung 2024 ist der gesetzliche Anpassungsfaktor von 9,7 Prozent. Er wird auf Basis der Inflation von August 2022 bis Juli 2023 berechnet. Mit dieser Erhöhung erhalten alle PensionistInnen im kommenden Jahr eine spürbare Entlastung, vor allem aber Mindestpensionist(inn)en und Bezieher(innen) von Sozialhilfe, die sehr unter den stark gestiegenen Preisen leiden. Arbeitnehmer(innen), die während ihrer Erwerbstätigkeit so wenig verdient haben, dass sie keine Beiträge ins Pensionssystem einzahlen mussten, sollten anscheinend auch im Alter an oder unter der Armutsgrenze ihr Leben fristen müssen, denn sie haben es ja eh schon gelernt, mit diesem Wenigen auszukommen. Das empfinde ich unmenschlich und ungerecht, wenn ich auf der anderen Seite der Medaille die Vermögenskonzentration betrachte – weltweit, aber vor allem auch in Österreich mit 241.000 Millionär(inn)en und mehr als 40 Milliardär(inn)en. Nur ein geringer Prozentsatz an höheren Steuern für diese Millionen und Milliarden würden reichen, die geplante Erhöhung der Pensionen zu finanzieren. Warum schaffen wir das nicht?

Hans Riedler, Linz

Erschienen am Sa, 2.12.2023

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