Vielleicht erinnern sich manche noch an die Sonntagmorgensendung im Radio „Was gibt es Neues“ mit dem Schauspieler, Moderator und Sänger Heinz Conrads. Oder auch an seine Samstagvorabendsendung im ORF. Neben von Norbert Pawlitzky begleiteten Wienerliedern, Liedern aus Operetten und Volksmusik zitierte Heinz Conrads Gedichte und Geschichten von Josef Weinheber oder Franz Grillparzer. Da waren in den 1960ern kein Aufschrei und auch keine Forderung nach Namensänderung von Weinhebergassen oder die Forderung nach einem neuen Dichter für die NÖ-Landeshymne. Und warum? Weil die beiden NS-Sympathisanten gewesen sind. Aber jetzt gräbt man die wieder aus und empört sich gar fürchterlich.
Helga Marsteurer, Waldegg
Erschienen am Mi, 4.10.2023
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