Das freie Wort

Lobau stirbt langsam und leise vor sich hin

Am 12. August berichtet die „Kronen Zeitung“ über eine Klagsflut gegen Ministerin Gewessler wegen des geplanten Lobautunnels. Die Proteste gegen das Projekt ziehen sich nun bereits drei Jahre hin. Allen werden noch die endlosen Debatten für und wider den Tunnel in Erinnerung sein. Junge und nicht mehr so junge Leute bauten dort ein wahres Fort, lebten zum Protest lange Zeit dort im Camp. Das wird allen noch in Erinnerung sein. Was aber keiner dieser Protestierer wusste und was der Öffentlichkeit all die Jahre verborgen blieb: Die Lobau stirbt seit langer Zeit langsam, still und leise vor sich hin. Dieses Gebiet war vor langer Zeit, sehr lange bevor es die Idee des Nationalparks gegeben hatte, zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Nur, solche Erklärungen helfen gar nichts, wenn nicht auch Taten folgen. Noch vor dem Krieg waren 30% der Fläche der Lobau Gewässer. Heute sind es nur noch knapp 5%. Und die Feuchtgebiete werden konstant weniger. Nicht der Tunnel bringt dieses Naturschutzgebiet um. Eine Au lebt von permanentem Hochwasser. Überall bedrohen Hochwasser die Landschaft und Siedlungen. Nur dort, wo sie bitter nötig wären, wurden sie durch Dämme ferngehalten. In der Lobau würden Hochwasser keinen Schaden verursachen, im Gegenteil, dort würden sie die Au am Leben erhalten. Aber wer weiß das außer einer Handvoll Wissenschafter.

Helmut Belanyecz, Wien

Erschienen am So, 13.8.2023

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