Dem Grauen vor dem Krieg und der Hilflosigkeit angesichts der Unfähigkeit aller beteiligten Politiker möchte ich diesen von einem Museumsbesuch in Wien inspirierten Leserbrief entgegensetzen. Im Leopold Museum hängt das Bild von Albin Egger-Lienz „Letzter Totentanz“. Daneben die Erläuterung: „Im Ersten Weltkrieg speiste sich der Patriotismus auch und vor allem aus den Verlusten. Kampfhandlungen einzustellen hätte aus der Sicht vieler bedeutet, die Opfer überflüssig erscheinen zu lassen, ja einen Verrat an den Gefallenen zu begehen. Man kämpfte also immer weiter und ließ den Ersten Weltkrieg zur Menschheitskatastrophe werden.“ Aus den gleichen Gründen lehnen auch heute, nach einem Jahr heldenhaften Sterbens, sowohl die Ukraine als auch Russland einen Waffenstillstand und Verhandlungen ab. Damals dauerte der Krieg vier Jahre. „Sicherheitsexperten“ halten für den gegenwärtigen Krieg auch noch weitere drei Jahre für wahrscheinlich. Und wären 1918 die Mittelmächte schon im Besitz von Atomwaffen gewesen, wer weiß, ob sie kapituliert hätten!
Paul Pirker, Salzburg
Erschienen am Mo, 20.2.2023
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