Ein besonders Beispiel für die türkise Doppelmoral zeigt der Tiroler ÖVP-Nationalrat Franz Hörl. Im März 2020 stellte er sich beim Corona-Ausbruch in Ischgl gegen die vorzeitige Beendigung der Skisaison. Reisewarnungen bezeichnete er als „Rülpser aus Wien“. Dafür erhielt der Hotelbesitzer und Seilbahnkaiser trotz eines Gewinns in Millionenhöhe 1,5 Millionen Euro an Corona-Hilfen. Er und die anderen Abgeordneten der ÖVP und der Grünen haben mit der Cofag-Finanzagentur ein Konstrukt geschaffen, das Milliarden von Steuergeld ohne parlamentarische Kontrolle verteilen konnte. Sie haben einen gesetzlichen Rahmen beschlossen, der zu einer massiven Überförderung, vor allem von Tourismusbetrieben, führte. Erst eine EU-Richtlinie brachte ans Tageslicht, wie der Herr Nationalrat von Gesetzen profitierte, welche er selbst mitbeschlossen hat. Nun fordert das ehemalige Mitglied der Tiroler Adler Runde (ÖVP-nahe Plattform einflussreicher Unternehmerpersönlichkeiten) seit Wochen, eine Sondersteuer für die Bewerbung „besonders umweltschädlicher Urlaubsformen“ wie Flugreisen oder Städtetrips zu verhängen. Jetzt wurde bekannt, dass der Nationalratsabgeordnete Franz Hörl zwar lautstark gegen die Flugbranche wettert, aber gleichzeitig selbst für seine Reisen nach Wien den Flieger in Anspruch nimmt. Die auf den Internetplattformen veröffentlichten Meinungen zeigen deutlich, wie die Menschen zu dieser Doppelmoral stehen. Nachdem der Flug-Gegner sich selbst entlarvt hat, sollte er über seinen Rücktritt nachdenken. Dann könnte er in Tirol bleiben und müsste nicht weiter heiße Luft produzieren. Zudem würde auch kein CO2 für die Flüge nach Wien entstehen.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mo, 16.1.2023
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