Das freie Wort

Kleine Mädchen und Kopftuch

Der aufgeklärte Westen regt sich über die „Steinzeit-Islamisten“, die Taliban in Afghanistan, auf. Weil sie Frauen zwingen, in der Öffentlichkeit die Burka, den Hidschab oder Tschador zu tragen. In anderen islamisch dominierten oder islamischen Ländern ist seit Jahren eine Entwicklung in Richtung Radikal-Islam, hin zur Scharia, festzustellen. Von dieser Entwicklung am schlimmsten betroffen sind Frauen und auch junge Mädchen. Und in Europa? Da wird der Vormarsch des radikalen Islams regelrecht gefördert. Es gibt mittlerweile einige EU-Staaten, die aus falsch verstandener Toleranz zu abschreckenden Beispielen wurden, was die Entwicklung hin zu Islamismus und Scharia betrifft. Österreich ist in dieser Hinsicht nicht nur auf einem, sondern auf beiden Augen blind, will diese fatale Entwicklung ganz einfach nicht sehen. Als Beweis dafür kann man das jetzt abgeschaffte Kopftuchverbot für Kindergarten-Mädchen sehen. Das heißt, in Kürze sind wieder 4- und 5-jährige Mädchen mit Kopftuch in österreichischen Kindergärten. Dabei ist eines sicher: Das Kopftuchverbot für junge Mädchen ist ganz sicher keine Einschränkung der Religionsfreiheit. Die kleinen Mädchen, die heute in Wien oder sonst wo ein Kopftuch tragen müssen, werden in 10 oder 20 Jahren Vollverschleierung tragen müssen. Ist das etwa das Ziel der österreichischen Frauenpolitik oder der toleranten Frauenrechtlerinnen? Aber Bundespräsident Van der Bellen sagte ja vor ein paar Jahren: „... wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“

Josef Höller, per E-Mail
Erschienen am Di, 24.5.2022

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