Mit großem Interesse habe ich das von „Krone“-Redakteur Michael Pommer geführte Interview mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig gelesen. Hut ab vor den zielgenauen Fragen des Herrn Pommer. Und Kopfschütteln über die Antworten von Herrn Ludwig. Reine Schönfärberei! Er sollte einmal in einer Wiener Schule vorbeischauen. Und damit meine ich keine der Privatschulen, in die die Politikerkinder gehen. Oder die Lehrkräfte befragen, die in den vergangenen Jahren den Job hingeschmissen haben und in ein anderes Bundesland gegangen sind. Dass immer mehr Muslime in Wien leben, ist hauptsächlich der Politik der SPÖ geschuldet. Wenn Herr Ludwig eine Erhöhung der Pensionen unter der Inflationsrate allen Ernstes als keine Kürzung bezeichnet, ist das eine seltsame Sichtweise und entspricht auch nicht der Realität. Die geradezu lächerlich minimale Ersparnis bei den Mieten und Strompreisen als soziale Errungenschaften anzupreisen, sagt einiges über die Abgehobenheit dieses Herrn aus. Resümee dieses Interviews: In Wien gibt es keine Probleme, und wenn es eines gibt, sind die anderen schuld.
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