Ohne Genierer wird angekündigt, dass die Rezeptgebühr unverschämterweise wieder um 20 Cent auf 6,30 ¤ erhöht wird. Ein Hohn für jeden chronisch kranken Menschen, der viele Medikamente braucht und das Pech hat, etwas mehr Einkommen als die 996 ¤ zu haben, weil er nämlich gearbeitet hat. Die Ärzte sollen die Rezepte mit so gering wie möglicher Stückanzahl ausstellen. Somit wird der Kranke komplett abgezockt. Die großartig verkündete Pflegegelderhöhung von ca. 4 ¤ im Monat deckt nicht mal eine Rezeptgebühr ab. Menschen, die noch nie in unser System einbezahlt haben, tragen natürlich auch alles gratis aus der Apotheke. Man sieht zu und denkt sich, im Leben alles falsch gemacht zu haben. Kein einziger Politiker, egal, was für eine Couleur, will sich dieses Themas annehmen, da bei ihren Gehältern die Höhe der Rezeptgebühr wohl eher keine Rolle spielen dürfte. So viel zu sozialer Gerechtigkeit auf dem Rücken der chronisch Kranken.
Margit Lassacher, Salzburg
Erschienen am Di, 7.1.2020
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